Curling: Schweizer Curlerinnen zu WM-Bronze
publiziert: Samstag, 24. Apr 2004 / 21:15 Uhr

Das Schweizer Frauenteam um Skip Luzia Ebnöther hat auch im sechsten Jahr hintereinander eine Medaille an einem grossen Turnier errungen. Die Bernerinnen gewannen an der WM in Gävle das Spiel um Platz 3 gegen die USA 10:5.

Luzia Ebnöther führte die Schweizerinnen zu Bronze.
Luzia Ebnöther führte die Schweizerinnen zu Bronze.
Im Final setzte sich Kanada gegen Norwegen souverän mit 8:4 durch. Damit sicherte sich Colleen Jones ihren zweiten WM-Titel nach 2001.

Der 3. Schlussrang an einem hochwertigen Turnier, in welchem die Europa- beziehungsweise Weltmeisterteams aus Schweden und Schottland in der Vorrunde gescheitert sind, bedeutet für die Bernerinnen Trost und Genugtuung, nachdem sie am Vorabend den Halbfinal gegen Kanada in den letzten beiden Ends auf äusserst unglückliche Art verloren hatten. Gegen die von Patti Lank, der WM-Zweiten von 1999, angeführten Amerikanerinnen eroberten sie sich bis vor dem 9. End beim Stand von 5:5 den Vorteil des letzten Steins zurück. Dann glückte den Schweizerinnen ein seltenes und spektakuläres Fünferhaus. Luzia Ebnöther und ihre Mitspielerinnen Carmen Küng, Tanya Frei und Nadia Röthlisberger durften sich von den zahlreichen mitgereisten Fans verdientermassen bejubeln und feiern lassen.

Es war das erste Fünferhaus des gesamten WM-Turniers. Die Kanadierinnen hatten im letzten Vorrundenspiel gegen die Finninnen sogar ein Sechserhaus gebaut.

Die Medaillensammlung des Teams Bern AAM umfasst nunmehr Olympia-Silber, WM-Silber, EM-Silber, WM-Bronze und zweimal EM-Bronze. Die Krönung, den ersten internationalen Titel, haben sie verschoben - möglicherweise bis zu den Olympischen Spielen 2006 in Turin.

Out für Topfavorit Kanada

In den Männer-Halbfinals schaffte das deutsche Team aus Oberstdorf mit einem 9:6-Sieg gegen den in der Vorrunde unbesiegten Topfavoriten Kanada um Skip Mark Dacey die Sensation. Seit 1985 waren kanadische Männerteams nur dreimal schon in den Halbfinals ausgeschieden, zuletzt 2001 in Lausanne gegen die Schweizer Crew von Andreas Schwaller. Den grossen Coup landeten die Deutschen im 7. End mit einem Viererhaus zur 8:4-Führung.

Im Final am Sonntag treffen die Oberstdorfer auf die zweifachen Weltmeister aus Schweden um Skip Peter Lindholm. Die Schweden setzten sich in ihrem Halbfinal im skandinavischen Duell gegen Olympiasieger Norwegen mit 8:6 durch. Im Dezember 2002 hatten die Deutschen in Grindelwald den EM-Final gegen die Schweden gewonnen. Lindholm hatte seine zwei WM-Titel exakt in Jahren errungen, als die kanadischen Teams in den Halbfinals ausgeschieden waren, nämlich 1997 in Bern (gegen das deutsche Team um Andy Kapp!) und 2001 in Lausanne (gegen Schwaller).

Resultate

Männer. Halbfinals: Schweden (Peter Narup, Magnus Swartling, Tomas Nordin, Skip Peter Lindholm) - Norwegen (Bent Ramsfjell, Flemming Davanger, Lars Vagberg, Skip Pal Trulsen) 8:6. Deutschland (Patrick Hoffmann, Markus Messenzehl, Daniel Herberg, Skip Sebastian Stock) - Kanada (Andrew Gibson, Rob Harris, Bruce Lohnes, Skip Mark Dacey) 9:6.

Spiel um Platz 3 (Sonntag, 11.00 Uhr): Norwegen - Kanada. -- Final (Sonntag, 15.00): Schweden - Deutschland.

Frauen. Final: Kanada (Nancy Delahunt, Mary-Anne Arsenault, Kim Kelly, Skip Colleen Jones) - Norwegen (Camilla Holth, Marianne Haslum, Linn Githmark, Skip Dordi Nordby) 8:4.

Spiel um Platz 3: Schweiz (Bern AAM/Nadia Röthlisberger, Tanya Frei, Carmen Küng, Skip Luzia Ebnöther) - USA (Natalie Nicholson, Nicole Joraanstad, Erika Brown, Skip Patti Lank) 10:5.

(bert/Si)

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