Curling: Schweizer greifen nach EM-Medaillen
publiziert: Donnerstag, 11. Dez 2003 / 21:19 Uhr

Trotz Niederlagen in den letzten Vorrundenspielen haben beide Schweizer Curlingteams in Courmayeur (It) wie zuletzt 2001 die Halbfinals der Europameisterschaften erreicht.

Nadia Roethlisberger, Tanya Frei und Carmen Kueng bei der Steinabgabe.
Nadia Roethlisberger, Tanya Frei und Carmen Kueng bei der Steinabgabe.
Die Frauen um Skip Luzia Ebnöther spielen am Freitag um 11.30 Uhr gegen den letztjährigen EM-Zweiten Dänemark, die Männer mit Skip Bernhard Werthemann treten um 20 Uhr gegen den je zweimaligen Welt- und Europameister Schweden an. Die weiteren Halbfinals lauten Schweden - Schottland (Frauen) und Dänemark - Schottland (Männer).

Mit jeweils 6:3-Siegen kamen sowohl die Frauen von Bern AAM als auch die Männer von Basel Ysfäger Clariden auf sehr gute Round-Robin-Bilanzen, die an Welt- oder Europameisterschaften üblicherweise mit Reserve für den Halbfinal-Einzug ausreichen.

Kurz gezittert

Die Basler mussten sich aber nach ihrer knappen 3:4-Niederlage gegen Round-Robin-Gewinner Dänemark -- Bernhard Werthemann scheiterte mit dem entscheidenden Take-out-Versuch um wenige Millimeter -- noch ein paar Minuten gedulden, bis sie bei der ersten Teilnahme an einem internationalen Titel-Turnier ihrer Sache sicher sein konnten.

Auf dem Nebenrink leisteten die Franzosen, die tags zuvor den Schweizern eine überraschend hohe Niederlage beigefügt hatten, Schützenhilfe und bezwangen Deutschland mit Skip Sebastian Stock 6:5. Damit war das Turnier für die Titelverteidiger aus Oberstdorf vorzeitig beendet.

Die Schweizer Meister haben in den bisherigen sieben Wettkampftagen in Courmayeur bewiesen, dass sie über das Potential verfügen, um alle europäischen Spitzenteams in Schach zu halten und zu schlagen.

Wollen sie indes wie vor zwei Jahren die nachmaligen Olympia-Dritten um Andreas Schwaller um EM-Gold spielen können, benötigen sie am Freitagabend einen weiteren Coup: Die Schweden um Peter Lindholm, die 2001 in Vierumäki (Fi) besagten EM-Final gegen Schwallers Biel-Touring gewannen und damit den letzten ihrer bislang vier bedeutenden Titel sicherstellten, wollen sich an den Baslern für die sensationelle Niederlage in der Vorrunde am vergangenen Samstag revanchieren.

Die Schweizer lagen nach vier Ends mit 0:6 im Rückstand, konnten die Partie aber noch knapp zu ihren Gunsten wenden.

Zum vierten Mal in den Halbfinals

Die Frauen von Bern AAM, Olympia-Zweite von Salt Lake City, stehen zum vierten Mal in Serie in den Halbfinals eines Grossanlasses. Die 4:6-Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen Deutschland hatte letztlich keinen Einfluss mehr, weil Italien gleichzeitig gegen Schweden verlor und dadurch nicht mehr zur Schweiz aufschliessen konnte.

Am Ende der Vorrunde belegten die Schweiz, Dänemark und Schottland gemeinsam den 2. Platz hinter den ungeschlagenen Schwedinnen. Für die Ermittlung der Halbfinal-Paarungen bestritten die drei punktgleichen Teams ein so genanntes Steinspiel, in dem sich Dänemark vor der Schweiz und Schottland durchsetzte.

Die Schottinnen wurden dadurch auf Platz 4 gesetzt und müssen nun gegen die hohen Favoritinnen aus Schweden antreten, die den EM-Titelhattrick anstreben. Die Schweizerinnen hatten das Vorrundenspiel gegen die von Dorthe Holm angeführten Däninnen knapp verloren, dürfen sich jedoch alle Chancen ausrechnen.

Ihre bisherigen Europameisterschaften (1999 und 2001) beendeten die Bernerinnen jeweils im 3. Rang. Mit einem Sieg über Dänemark würden sie ihre Sammlung an Finalteilnahmen (Olympische Spiele, WM, EM) komplettieren.

Die Resultate

Courmayeur (It). EM. Männer. 9. Runde: Dänemark (Joel Ostrowski, Carsten Svensgaard, Lasse Lavrsen, Skip Ulrik Schmidt) - Schweiz (Basel Ysfäger Clariden/Daniel Widmer, Thomas Hoch, Thomas Lips, Skip Bernhard Werthemann) 4:3. Frankreich (Thomas Dufour) - Deutschland (Sebastian Stock/TV) 6:5. Norwegen (Thomas Ulsrud) - England (James Dixon) 9:3. Schweden (Peter Lindholm) - Schottland (David Murdoch) 7:5. Finnland (Wille Mäkelä) - Italien (Stefano Ferronato) 8:4.

Schlussrangliste Vorrunde (je 9 Spiele): 1. Dänemark 16. 2. Schweden 14. 3. Schweiz 12. 4. Schottland 12. 5. Norwegen 10. 6. Deutschland 10. 7. Frankreich 8. 8. Finnland und Italien je 4. 10. England 0.

Halbfinals (Freitag, 20.00 Uhr): Schweiz - Schweden, Dänemark - Schottland.

Frauen. 9. Runde: Deutschland (Sina Irral, Jane Boake-Cope, Monika Wagner, Skip Andrea Schöpp) - Schweiz (Bern AAM/Nadia Röthlisberger, Tanya Frei, Carmen Küng, Skip Luzia Ebnöther) 6:4. Schweden (Anette Norberg/TV) - Italien (Diana Gaspari) 9:4. Norwegen (Dordi Nordby) - Dänemark (Dorthe Holm) 7:6. Schottland (Jackie Lockhart) - Tschechien (Hana Synackova) 8:5. Russland (Olga Jarkowa) - England (Lorna Rettig) 9:8 nach Zusatzend.

Schlussrangliste Vorrunde (je 9 Spiele): 1. Schweden 18. 2. Dänemark 12. 3. Schweiz 12. 4. Schottland 12. 5. Italien 10. 6. Norwegen 10. 7. Deutschland 8. 8. Russland 6. 9. Tschechien 2. 10. England 0. -- Die Plätze 2 bis 4 wurden bei Punktgleichheit mittels Steinspiel vergeben.

Halbfinals am Freitag: Schweiz - Dänemark (11.30 Uhr), Schweden - Schottland (15.30 Uhr).

(Peter Lerch/Si)

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