Curling: Weitere Schweizer Siege an der EM
publiziert: Dienstag, 9. Dez 2003 / 20:30 Uhr

Sowohl das Männerteam von Skip Bernhard Werthemann (11:7 gegen Italien) als auch die Frauen um Luzia Ebnöther (5:3 gegen Russland) errangen am 5. Tag der Curling-EM in Courmayeur (It) einen weiteren Sieg und rückten der Halbfinal-Qualifikation näher.

Dem Team von Skip Werthemann benötigt voraussichtlich noch einen Sieg, um unter die letzten vier vorzustossen.
Dem Team von Skip Werthemann benötigt voraussichtlich noch einen Sieg, um unter die letzten vier vorzustossen.
Die Männer von Basel Ysfäger Clariden die Rangliste nach wie vor zusammen mit Dänemark an und benötigen aus den verbleibenden drei Partien voraussichtlich noch einen Sieg, um bei ihrer ersten Teilnahme an einem internationalen Titel-Turnier unter die letzten vier vorzustossen. Gestern Abend (nach Redaktionsschluss) erhielten die Schweizer hiefür gegen die bislang schwer enttäuschenden Finnen (nur 1 Sieg in 6 Spielen) die erste Chance.

Die Basler erreichten im Match gegen Italien nicht mehr ganz die Traum-Quoten von zum Teil über 90 Prozent an gelungenen Steinen wie am Vorabend im Spiel gegen Norwegen, verloren aber dennoch nie die Kontrolle über das Geschehen. Bernhard Werthemann brachte im 9. End den Stein des Tages an: Er beförderte mit einem millimetergenauen Doppel-Take-out über einen seitlichen Stein den versteckten "Shot" der Italiener aus dem Haus und liess damit drei eigene Steine zum Dreierhaus und zur entscheidenden 10:7-Führung gültig werden.

Das Frauenteam von Bern AAM band Russland, einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Halbfinal-Platz, zurück. Mit nunmehr vier Siegen bei zwei Niederlagen haben die Schweizerinnen sehr günstige Perspektiven: Heute Mittwoch können sie gegen die beiden klar schwächsten Teams Tschechien und England antreten.

Luzia Ebnöther selbst steigerte sich im Vergleich zum Match gegen Italien beträchtlich und brachte gegen die Russinnen einige wichtige Steine ins Ziel. So auch im 10. End, als ihr beim Stand von 4:3 ein perfekter Take-out glückte, den der russische Skip Olga Jarkowa nicht mehr zu kontern vermochte. Die Russinnen gehören mittlerweile zu den stärkeren Teams in Europa. An der letzten EM in Grindelwald erreichten sie die Halbfinals.

Resultate

6. Runde der Männer

Schweiz (Basel Ysfäger Clariden/Stefan Traub, Thomas Hoch, Thomas Lips, Skip Bernhard Werthemann) - Italien (Alessandro Zisa, Marco Mariani, Fabio Alvera, Skip Stefano Ferronato) 11:7. Schottland (David Murdoch) - Norwegen (Thomas Ulsrud) 8:7. Deutschland (Sebastian Stock/TV) - England (James Dixon) 9:2. Dänemark (Ulrik Schmidt) - Finnland (Wille Mäkelä) 13:3. Schweden (Peter Lindholm) - Frankreich (Thomas Dufour) 7:0.

Rangliste (je 6 Spiele): 1. Schweiz und Dänemark je 10. 3. Deutschland, Schottland und Schweden je 8. 6. Norwegen 6. 7. Frankreich und Italien je 4. 9. Finnland 2. 10. England 0.

5. Runde der Frauen

Schweiz (Bern AAM/Nadia Röthlisberger, Tanya Frei, Carmen Küng, Skip Luzia Ebnöther) - Russland (Ludmilla Priwiwkowa, Jana Nekrassowa, Nkeiruka Ezekh, Skip Olga Jarkowa) 5:3. Schweden (Anette Norberg/TV) - Tschechien (Pavla Rubasova) 8:5. Schottland (Jackie Lockhart) - Norwegen (Dordi Nordby) 10:4. Dänemark (Dorthe Holm) - Italien (Diana Gaspari) 10:3. Deutschland (Andrea Schöpp) - England (Sarah Johnston) 8:4.

Rangliste (je 6 Spiele): 1. Schweden 12. 2. Dänemark 10. 3. Schweiz und Schottland je 8. 5. Italien und Norwegen je 6. 7. Deutschland und Russland je 4. 9. Tschechien 2. 10. England 0.

(bert/Si)

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