Cyberkriminelle nehmen Twitter ins Visier
publiziert: Mittwoch, 20. Apr 2011 / 22:05 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Apr 2011 / 23:26 Uhr
Bei fragwürdigen Tweets ist mehr und mehr Vorsicht geboten.
Bei fragwürdigen Tweets ist mehr und mehr Vorsicht geboten.

Abingdon - In den letzten Tagen haben sich auf Twitter rasend schnell schurkische Apps verbreitet, die User mit dem Wissen über verlorene Follower ködern. Gewährt ein Nutzer einem Betrüger-Tools den Zugriff auf sein Account, verbreitet die App in seinem Namen ihren Spam. Der User selbst bekommt die Einladung, an einer Online-Umfrage teilzunehmen - damit machen die Cyberkriminellen Geld.

PR 2.0-Strategien + Social-Media-Konzepte
4 Meldungen im Zusammenhang
Die aktuelle App ist die Spitze eines wachsenden Eisbergs. «Schurkische Twitter-Apps sind 2011 definitiv im Kommen. Die Tricks ähneln jenen, die bislang auf Facebook-User abgezielt haben», erklärt der Sophos-Sicherheitsexperte Graham Cluley im Gespräch mit pressetext. Der Kurznachrichtendienst wird für Kriminelle immer attraktiver, da er zunehmend zum Mainstream-Phänomen wird - aber in Sachen Sicherheitsbewusstsein relatives Neuland ist.

Tricks im Link-Paradies

Die schurkischen Twitter-Apps funktionieren im Prinzip so wie ihre Facebook-Pendants. Sie verbreiten sich mithilfe von Links in Spam-Nachrichten und ködern User auch mit ähnlichen Tricks. Aktuell haben Apps wie «Follow Finder322» darauf gesetzt, dass Nutzer wissen wollen, wie viele Follower - das Twitter-Gegenstück zu Facebook-Freunden - sie verloren haben. Anfang April wiederum sind auf Twitter Apps grassiert, die vorgeblich Besucher des eigenen Profils auflisten - ein vermeintliches Feature, dass vor einigen Monaten schon auf Facebook grossen Erfolg hatte.

Da Twitter beispielsweise dank offizieller Accounts zu Fernsehserien zunehmend zum Massenmedium wird, gewinnt der Kurznachrichtendienst an Attraktivität für Kriminelle, warnt Cluley. Hinzu kommt, wie der Dienst genutzt wird. «Bei Twitter geht es extrem stark um das Verbreiten von Information in Form von Kurz-URLs», erläutert der Sicherheitsexperte. Dementsprechend steht zu befürchten, dass User noch leichtsinniger jeden Link anklicken als auf Facebook. Denn dort sind Postings mit Links ungewöhnlicher, da normale Statusmeldungen in der Regel ohne auskommen.

Fehlendes Risikobewusstsein

Ein weiterer Grund für Cyberkriminelle, verstärkt mit Twitter zu arbeiten, ist die dort noch fehlende Bewusstseinsbildung in Sachen schurkischer Apps und den damit verbundenen Risiken von Spam über Datenklau bis hin zu Malware. «Je mehr Leute auf Facebook betroffen waren, desto mehr haben das letztlich kapiert», sagt Cluley. Twitter dagegen ist in dieser Hinsicht noch weitgehend Neuland, was Angreifern mehr Sorglosigkeit seitens der Nutzer verspricht.

«Twitter sollte sich genau wie Facebook das Thema Apps einmal sehr genau ansehen», mahnt Cluley. Denn beiden Plattformen erlauben derzeit praktisch jedem Programme zu veröffentlichen, die sich in Twitter einklinken beziehungsweise auf Facebook laufen. Das führt auch zu einem Wildwuchs an schurkischen Apps. Ein stärker kontrolliertes Entwickler-Umfeld könnte in beiden Fällen für mehr Sicherheit sorgen.

(dyn/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
In einschlägigen Online-Foren blüht der Handel mit gekaperten Twitter-Accounts. mehr lesen
Junge Frau liest Twitter auf dem Smartphone.
Viel Potenzial im Kundenmanagement liegt brach herum.
Hamburg - Das Kundenmanagement (CRM) im Social Web ist noch weitgehend unterentwickelt. Viele Unternehmen verweisen auf ... mehr lesen
Bochum - Die aktuellen Analysen der G Data SecurityLabs zeigen, dass OnlineKriminelle bei der Verbreitung von ... mehr lesen
Java sollte auch unbedingt immer aktuell gehalten werden.
Online-Kriminelle nutzen soziale Netzwerke.
Das Security-Unternehmen Trend Micro hat kürzlich ein neues Botnet in Mexiko ... mehr lesen
PR 2.0-Strategien + Social-Media-Konzepte
Sexflaute wegen Social Media
Sexflaute wegen Social Media
Smartphone statt Sex  Immer mehr Männer widmen dem Social Web mehr Zeit als der Partnerin. Der leichte Zugang zu Online-Pornografie und vermehrte Masturbation machen Männer unempfindlicher für weibliche Geschlechtsorgane, wie eine Studie von Pharma Dynamics für Südafrika ermittelt haben will. Schadet die Digitalisierung der männlichen Libido? 
Handys versetzen Beziehungen den Todesstoss Das blosse Vorhandensein von Smartphones beeinträchtigt die Qualität einer ...
«Xpire» löscht persönlichen Social-Media-Müll Austin - Student Jesse Stauffer von der University of Texas hat die neue ...
Sexy Facebook-Profil lässt Frauen dumm aussehen Junge Frauen und Mädchen mit freizügigen Profilbildern werden laut einer ...
Schwaches Nutzer-Wachstum  Twitter will mit neu entwickelten Kennzahlen und strategischen Neuausrichtungen seine ...  
Twitter stürzt weiter ab
Burrito-Gate  Nach einer Diskussion über Essen via Twitter wollte sich Jason Segel (34) der Verantwortung entledigen, die das Nutzen des Netzwerks mit sich bringt. Der Schauspieler löschte seinen Twitter-Account, Rückkehr ausgeschlossen.  
Die Solarzellen kühlen sich selber, indem sie unerwünschte Hitzestrahlung ablenkt.
eGadgets Hightech-Solarzelle der Zukunft kühlt sich selbst Stanford - Der Einsatz von Siliziumdioxid ...
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 15°C 17°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 13°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 16°C 19°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 16°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 16°C 22°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 16°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 18°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten