DEZA braucht mehr Geld für den Libanon
publiziert: Dienstag, 15. Aug 2006 / 15:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Aug 2006 / 16:23 Uhr

Bern - Nach dem Waffenstillstand in Libanon ändert sich auch die Arbeit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) vor Ort.

Es werden winterfeste Übergangs-Unterkünfte gebraucht, so die DEZA.
Es werden winterfeste Übergangs-Unterkünfte gebraucht, so die DEZA.
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Da hunderttausende Flüchtlinge sich auf den Weg Richtung Süden gemacht haben, muss ihnen die DEZA folgen. «Wir müssen den Fokus verlegen», sagte Toni Frisch, Delegierter für humanitäre Hilfe, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Bislang konzentrierte die DEZA die Not- und Überlebenshilfe vor allem auf das Schuf-Gebirge im Südosten der libanesischen Hauptstadt und auf Beirut selbst.

Seit dem Waffenstillstand vom Montag hat sich ein Grossteil der Vertriebenen auf den Heimweg gemacht. Viele werden dort vor den Trümmern ihrer Existenz stehen.

Nicht nur seien zehntausende Wohnungen und ein Grossteil der Infrastruktur zerstört, sagte Frisch. «Die Menschen haben auch ihre Arbeit verloren; Fabriken, Geschäfte oder Restaurants sind zerbombt. Tausende stehen vor dem Nichts.»

«Cash for Shelter»- Programm auch im Libanon

Es werde winterfeste Übergangs-Unterkünfte brauchen, sagte Frisch. Zudem will die DEZA ihr bereits unter anderem in den Tsunami- Gebieten rund um den Indischen Ozean erprobte «Cash for Shelter»- Programm auch in Libanon starten.

Die Not- und Überlebenshilfe werde in den kommenden Monaten im Zentrum der Arbeit der Hilfswerke in Libanon stehen, danach erst komme der Wiederaufbau, fasste Frisch zusammen.

Weitere Gelder beantragt

Die DEZA hat für Not-Überlebenshilfe beim Bundesrat weitere Gelder beantragt und erhofft sich in der nächsten Woche grünes Licht. Allein für Libanon hat die DEZA in den letzten Wochen 6 Mio. Franken ausgegeben. Wieviel Geld die DEZA möchte, wollte Frisch nicht sagen. Dabei gehe es um Gelder für Not- und Überlebenshilfe.

Eine Beteiligung am Wiederaufbau durch die Schweiz sei aus heutiger Sicht nicht vorgesehen. Der Zusatzkredit sei nicht nur für Libanon sondern auch für den palästinensischen Gazastreifen und das Westjordanland bestimmt.

(fest/sda)

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