Westschweizer Kantone wollen Vergewaltigungen aufklären
DNS-Vergleiche mit einem Verhafteten in den USA erstellen
publiziert: Sonntag, 22. Apr 2001 / 16:01 Uhr

Bern - Die Kantone Waadt, Wallis und Genf haben das Bundesamt für Polizei (BAP) aufgefordert, sich das DNS-Profil eines in den USA verhafteten mutmasslichen Mörders zu beschaffen. Sie sehen einen Zusammenhang zu Vergewaltigungen in der Westschweiz.

Man werde den genetischen Fingerabdruck des Verhafteten in einigen Tagen erhalten, bestätigte Roland Gander, Chef des AFIS- Dienstes (Automatic Fingerprints Identification Services) beim BAP, gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin».

Die Westschweizer Kantone erhoffen sich vom DNS-Profil Hinweise zur Aufklärung von Vergewaltigungs-, Sittlichkeits- und Tötungsdelikten. Der 51-jährige Spanier war im März in den USA verhaftet worden, als er nachts in das Hotelzimmer eines jungen Mädchens eindrang und masturbierte.

Die DNS des Verhafteten stimmt mit Spuren eines Sittlichkeits- und Tötungsdelikts in Ostfrankreich überein. 1996 war eine dort in den Ferien weilende britische Jugendliche vergewaltigt und umgebracht worden.

(kil/sda)

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