Dänische Brauerarbeiter streiken für ihr Recht auf Bier
publiziert: Dienstag, 24. Mai 2005 / 14:12 Uhr

Kopenhagen - Dänische Brauereiarbeiter sind in einen unbefristeten Streik getreten. Sie wollen damit ihr uneingeschränktes Recht auf Bier während der Arbeitszeit durchsetzen.

Die Arbeiter lassen sich ihren Bierkonsum nicht vorschreiben. Bild: Das Sudhaus einer Brauerei.
Die Arbeiter lassen sich ihren Bierkonsum nicht vorschreiben. Bild: Das Sudhaus einer Brauerei.
Wie der TV-Sender DR berichtete, verweigert die Mehrheit der 200 Beschäftigten in der Harboe-Brauerei in Skælskr westlich von Kopenhagen die Arbeit, weil sie nicht mehr in den Fabrikhallen eigene Erzeugnisse zu sich nehmen dürfen.

Dabei will die Geschäftsleitung ihnen durchaus wie bisher den Genuss von sechs Flaschen Harboe-Pilsner (0,33 Liter) pro Tag zugestehen - aber nur noch in den Pausenräumen oder ersatzweise in der Zentralkantine.

Einschränkung der Grundfreiheiten

Das empfanden die als ausgeprägt kampf- und wenig kompromissbereit geltenden Brauereiarbeiter als unzumutbare Einschränkung ihrer persönlichen Grundfreiheiten.

Bei einer Urabstimmung am Montag stimmten 90 Prozent für Streik. Betriebsratschef Leif Bathum musste eingestehen, dass er bei der von ihm akzeptierten neuen Regelung die klare Unzufriedenheit an der Basis falsch eingeschätzt hatte.

(fest/sda)

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