Dänische Rechtspartei profitiert vom Streit
publiziert: Sonntag, 12. Feb 2006 / 15:21 Uhr

Kopenhagen - Der Streit um die Karikaturen hat den potenziellen Stimmenanteil der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei (DVP) deutlich gestärkt.

Der Konflikt bestärkt die Rechtspartei in ihrer aggresiven Aussenpolitik.
Der Konflikt bestärkt die Rechtspartei in ihrer aggresiven Aussenpolitik.
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Wie die Zeitung «Jyllands-Posten», in der die Zeichnungen zuerst erschienen waren, berichtete, wollen nach einer Umfrage 17,8 Prozent für die DVP stimmen.

Die drittgrösste dänische Partei hatte bei den Wahlen 2002 13,2 Prozent erhalten und fungiert im Folketing (Parlament) als Mehrheitsbeschafferin für die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen.

Parteichefin Pia Kjærsgaard hatte auf dem Höhepunkt der weltweiten Proteste gegen die Karikaturen erklärt, fundamentalistische dänische Imame seien «Unkraut, mit dem wir schon selbst fertig werden».

Drastische Verschärfungen

Die vor zehn Jahren gegründete DVP gilt als treibende Kraft hinter dem ausgeprägt scharfen Ton der dänischen Ausländerdebatte und den drastischen Verschärfungen der Zuzugsbeschränkungen seit Rasmussens Amtsantritt 2002.

Einen Einbruch bei der Umfrage des Rambll-Institutes erlitten die oppositionellen Sozialdemokraten mit 21,6 Prozent gegenüber 25,9 Prozent bei den Wahlen.

Rasmussens rechtsliberale Partei «Venstre» und sein konservativer Koalitionspartner erlitten leichte Verluste.

(rr/sda)

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