Basel im Zeichen des Dalai Lama-Besuchs
Dalai Lama eröffnete Tibet-Ausstellung
publiziert: Sonntag, 6. Mai 2001 / 15:14 Uhr

Basel - Die Stadt Basel ist an diesem Wochenende im Zeichen Tibets und des Dalai Lamas gestanden. Das geistige Oberhaupt der Tibeter besuchte die Stadt zur Eröffnung einer grossen Tibet- Ausstellung. Mehrere tausend Menschen verfolgten seine Auftritte.

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Die Eröffnung der Ausstellung «Tibet - Buddhas Götter Heilige» im Basler Museum der Kulturen fand am Sonntag im vollbesetzten Basler Münster statt. Der Anlass wurde nach Schätzung der Basler Regierung von rund 4000 Menschen in und vor dem Münster verfolgt.

Der Dalai Lama drückte seine Freude über die Ausstellung aus. Er äusserte die Hoffnung, dass sie das Bewusstsein für die tibetische Kultur vergrössern werde. Museumsdirektorin Clara Wilpert erinnerte daran, dass die Schweiz die Heimat der grössten Tibetergemeinschaft in Europa sei.

Bundesrätin Ruth Dreifuss bezeichnete in ihrer Ansprache die Botschaft des tibetischen Buddhismus als universell. Es sei eine Botschaft der Toleranz und des Mitgefühls: «Diese Botschaft hat kulturelle Schranken überwunden, die nicht minder hoch sind als die Berge des Himalaya.»

Bedeutendste Sammlung in Europa

Das Basler Museum der Kulturen hatte die 750 Objekte umfassende «Sammlung Essen» vor zwei Jahren dank einer Schenkung der Mäzenin Catherine Oeri erwerben können.

Diese bedeutendste Sammlung tibetischer Kunst Europas war vom deutschen Religionswissenschafter Gerd-Wolfgang Essen zusammengetragen worden. Sie umfasst Malereien, Kultplastiken aber auch weitere Ritualobjekte, Musikinstrumente und klösterliche Gebrauchsgegenstände.

Einige Objekte der Ausstellung seien sehr schön, andere seien aber auch schrecklich, sagte der Dalai Lama an der Eröffnung. Letztere symbolisierten, dass die Menschen negative Gefühle in positive verwandeln müssten. Den nicht mit der buddhistischen Philosophie vertrauten Besuchern empfahl er aber, sich lieber nur die schönen Gegenstände anzusehen.

Streben nach Glück

Bereits am Samstag hatte der Dalai Lama einen öffentlichen Auftritt vor mehreren tausend Menschen in und - via Grossleinwand - vor dem Münster. «Wenn sie sich wie Fledermäuse an die Decke klammern könnten, würden Sie auch das tun», scherzte er angesichts des völlig überfüllten Münsters.

Der Dalai Lama sprach in englischer und tibetischer Sprache - mit Übersetzung - über das Streben nach Glück, das allen Menschen gemeinsam sei. Er wies dabei auch auf den gemeinsamem Kern und das gemeinsame Anliegen der verschiedenen Religionen hin, nämlich das Gute im Menschen herauszubringen.

Anlass zu Optimismus

An einer Medienkonferenz am Samstagabend kam der Dalai Lama auch auf politische Themen zu sprechen. China müsse in die politische Weltgemeinschaft integriert werden, sagte er; bezüglich Demokratie, Menschenrechten und der Tibetfrage müsse China gegenüber aber eine feste Haltung eingenommen werden.

Schaue man in das Land Tibet hinein, so sehe die Situation derzeit hoffnungslos aus, so der Dalai Lama weiter. Dennoch sehe er Anlass zu Optimismus: So gebe es in China Anzeichen für mehr Demokratie und Menschenrechten.

Besuch in Zürcher Ausstellung

Im Anschluss an seinen Basler Aufenthalt stand für den Dalai Lama ein Besuch der Ausstellung «Traumwelt Tibet» im Völkerkundemuseum der Universität Zürich auf dem Programm. Als Geschenk für den Dalai Lama hatte das Museum eine 50jährige handgezeichnete Landkarte Tibets ausgesucht.

(kil/sda)

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