Daniel Albrecht: «Mir bleibt noch viel Zeit»
publiziert: Samstag, 23. Jan 2010 / 10:32 Uhr

Die Rückkehr nach Kitzbühel gestaltete sich für Daniel Albrecht weniger schwierig als befürchtet, wenngleich er an der von ihm einberufenen Medienkonferenz bekanntgeben musste, dass ein Comeback erst im nächsten Winter möglich ist.

Daniel Albrecht: «Zeige der Piste, wer der Chef ist.»
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Skifahrerisch mag er sich noch etwas im Rückstand befinden, mit seinem Witz und seiner Zuversicht wirkte er aber so, als wäre er nie weg gewesen. «Ich werde der Piste schon noch zeigen, dass ich der Chef bin», lautete einer seiner kernigen Sätze.

Daniel Albrecht, wie geht es Ihnen?

«Es geht mir sehr gut. Die Verletzung war ja nicht einfach nur ein Beinbruch. Ich habe viel Glück gehabt, dass ich noch einmal die Möglichkeit habe, in den Skirennsport zurückzukommen. Wann dies sein wird, ist im Moment nicht so wichtig.»

Wann ist der Entscheid gereift, die laufende Saison quasi abzuhaken?

«Wir stehen in einer Olympia-Saison, und da probiert man natürlich alles. Eine solche Gelegenheit schiebt man nicht einfach so beiseite. Vor allem auch deshalb, weil ich in Whistler Mountain ein Gelände vorgefunden hätte, das mir wirklich gelegen hätte. Aber vor einer Woche habe ich für mich entschieden, nach Absprache mit den Trainern, dass es keinen Sinn macht, jetzt schon in den Weltcup zurückzukehren. Mir bleibt ja in den nächsten Jahren noch viel Zeit.»

Dank dem Verletzten-Status hätten Sie ein Rennen wieder ganz vorne in der Startliste bestreiten können. Wollten Sie diese Chance nicht diesen Winter packen?

«Am ehesten hätte das Sinn gemacht für Olympia... Weltcuprennen gibt es ja viele.»

Sie haben nach ihrem Unfall 15 kg verloren. Sind Sie nun schon wieder so schwer wie einst?

«Ich bin wieder bei 89 kg, ausschliesslich Muskeln...»

Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

«Ich musste für meine Karriere viel arbeiten, zudem brauchte es viel Glück. Nun aber kann ich nicht dort weitermachen, wo ich mal war. Ich habe ein neues Ziel, und um dieses zu erreichen, braucht es noch viel mehr als früher. Aber ich weiss: Ich kann erfolgreich zurückkommen, es ist möglich.»

Wie emotional war für Sie ihre Rückkehr nach Kitzbühel?

«Ich wollte wissen, wie ich reagiere. Es hätte sein können, dass gewisse Geräusche oder die Atmosphäre etwas auslösen, Angst oder schlechte Gefühle. Aber das war glücklicherweise nicht der Fall. Vielleicht kommt das, wenn ich dereinst das Rennen fahre.»

Zuschauen vor Ort werden Sie nicht?

«Ich begebe mich erst an die Strecke, wenn ich wieder Rennen fahren kann. Dann werde ich der Piste zeigen, dass ich der Chef bin. Ich reise wieder ab und schaue mir alles am Fernsehen an.»

(Werner Eisenring, Kitzbühel/Si)

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