Darbellay bleibt trotz Niederlage CVP-Präsident
publiziert: Samstag, 7. Jun 2008 / 16:38 Uhr

Conthey - Der Präsident der CVP Schweiz, Christophe Darbellay, ist als Kandidat für einen Posten in der Walliser Regierung gescheitert. Nun will er sich auf sein Amt als Präsident konzentrieren. Die Unterstützung seiner Partei hat er.

Darbellay akzeptiert den Entscheid.
Darbellay akzeptiert den Entscheid.
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«Ich wünsche mir, dass er mindestens bis 2011 Präsident bleibt», sagte Urs Schwaller, Fraktionspräsident der CVP, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Für den Fall der Wahl des Politikers habe der CVP-Vorstand «eine erste interne Gedankenrunde» zum möglichen Nachfolger Darbellays gemacht. «Wir sind aber froh, dass wir keinen neuen Präsidenten suchen müssen.»

Schwaller versicherte, dass das Interesse von Darbellay an einer Karriere in der Walliser Kantonsregierung in der CVP auf Verständnis gestossen sei. «Christophe Darbellay ist jung», sagte Schwaller. «Die Chance, in einer kantonalen Exekutive Einsitz zu nehmen, musste er wahrnehmen.»

Die CVP hatte Christophe Darbellay am Freitagabend die Nomination für die Walliser Staatsratswahlen 2009 verweigert. Mit 1003 von insgesamt 2223 Stimmen schaffte er es lediglich auf den dritten Platz.

Designiert wurden hingegen der derzeitige Fraktionschef Jaques Melly aus dem Bezirk Siders und der Alt-Grossrat Maurice Tornay aus dem Bezirk Entremont.

Darbelley gegen eine wilde Kandidatur

Darbellay sprach sich bereits am Freitag gegen eine wilde Kandidatur aus. Das habe er entgegen entsprechender Gerüchte in diesem Wahlkampf zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt.

Er werde sich nun zu 200 Prozent auf sein Amt als Parteipräsident der CVP Schweiz konzentrieren.

Den Traum von einem Sitz in der Walliser Regierung will er indes nicht aufgeben. «Ich möchte eines Tages dem Staatsrat angehören, selbst wenn es nun in einer ferneren Zukunft sein wird», sagte der bei den Walliser Wählerinnen und Wählern äusserst beliebte Politiker.

(fest/sda)

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