Darfur: USA und Grossbritannien erhöhen Druck
publiziert: Dienstag, 2. Mai 2006 / 20:56 Uhr

Abuja/Nairobi - Die USA und Grossbritannien haben hochrangige Vertreter zu den festgefahrenen Darfur-Friedensverhandlungen in Nigeria entsandt.

Der Konflikt in Darfur hat viele Menschen entwurzelt.
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Sie entsprachen damit einem Wunsch der Afrikanischen Union (AU). Der stellvertretende US-Aussenminister Robert Zoellick und der britische Minister für Entwicklungshilfe Hilary Benn trafen in der nigerianischen Hauptstadt Abuja ein. Die Bemühungen um ein Friedensabkommen waren am Wochenende in die Sackgasse geraten. Die Verhandlungsfrist lief in der Nacht auf Mittwoch aus.

Die beiden wichtigsten Rebellengruppen verweigerten auch ihre Unterschrift unter das Abkommen, das die fast zweijährigen Verhandlungen unter Ägide der AU abschliessen soll. Auf 86 Seiten regelt es die meisten Streitpunkte zwischen der islamisch-arabischen Regierung und den Rebellen in Darfur.

Streitpunkt Entwaffnung

Vorgesehen sind unter anderem eine Entwaffnung der Milizen sowie eine grössere Teilhabe der Bevölkerung Darfurs an der Macht und dem Reichtum des Landes. Knackpunkt bei den Verhandlungen ist nach US- Angaben die Frage der Entwaffnung von Milizen und der Eingliederung früherer Milizionäre in die regulären Streitkräfte.

Die Rebellen beanspruchten zudem das Amt des Vizepräsidenten für sich und verlangen Garantien, dass das Abkommen tatsächlich umgesetzt wird.

Bush führt Telefongespräche

Die USA machen seit dem Wochenende verstärkt Druck, um ein Scheitern des Friedensprozesses zu verhindern. Nach Angaben der amtlichen sudanesischen Nahrichtenagentur Sana brachte US-Präsident George W. Bush in einem Telefonat mit Staatschef Omar Beschir seine Sorge über die festgefahrenen Verhandlungen zum Ausdruck.

In dem Konflikt sind in den vergangenen Jahren zehntausende Menschen getötet und Millionen in die Flucht geschlagen worden. Bush sprach zuletzt von einem Völkermord. Die internationale Gemeinschaft wirft der sudanesischen Regierung vor, den arabischen Milizen nicht ausreichend Einhalt zu gebieten.

(ht/sda)

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