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'Darwinismus' im Eishockey
publiziert: Freitag, 6. Mai 2005 / 11:11 Uhr

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Die Evolutionslehre haben schon viele unbewusst beigezogen, um eine Theorie oder eine These zu rechtfertigen oder zu erklären. So auch Ralph Krueger.

Die Nationaltrainer versuchen, sich den Anforderungen des modernen Eishockey anzupassen. Zumindest gilt dies für die Coaches der Teams ab Weltranglistenplatz 8. Die starken Nationalmannschaften versuchen indes ihrem Gegner ihr System oder ihr Spiel aufzuzwingen. Die Top 7 der Welt passen sich nicht an, sondern sind verantwortlich für die Evolution der Sportart und setzen die Trends im modernen Eishockey.

Die Annäherung an die Top 7 der Welt, vor einigen Jahren noch ein kühner, von positiven Resultaten verblendeter helvetischer Traum, ist deshalb derzeit schier unmöglich: Frei nach der Evolutionslehre Darwins wird nämlich derjenige der Stärkere sein und bleiben, der sich zuerst den Begebenheiten optimal angepasst hat. Ergo: Die Schweiz rennt also der "Evolution des Eishockeys" ständig hinterher.

Aber wie soll diese Evolution des Nationalteams stattfinden? Die Nationalmannschaft sei ein "lebendiges Leben", sagt Ralph Krueger mit Vorliebe. Ein lebendiges Wesen, welches sich ständig verändert und verändert werden müsse. Aber, er ist - wie ein Schönheitschirurg - natürlich keiner, der auf dem Weg zur Optimierung gleich alle Operationen auf einmal macht, sondern Step by Step vorgeht.

Böse Zungen behaupten, Eishockey-Nationaltrainer Ralph Krueger halte zu fest an einem bestimmten Stamm Spieler fest und es gäben einige Cracks, die fast auf Gedeih und Verderb einen Bonus bei ihm geniessen würden. Flavien Conne, Beat Forster, Sandy Jeannin sind drei, welche oft und immer wieder in Diskussionen diesbezüglich erwähnt werden.

So baut Ralph Krueger Jahr für Jahr um seinen festen Stamm die neuen Spieler nur zögerlich ein: Ambühl, Romy, Lemm, Blindenbacher, Bärtschi, Geyer... . Er nimmt sozusagen nicht das Skalpell in die Hand, sondern versucht mit Botox-Spritzen von WM zu WM die Mannschaft etwas umzuformen und Frische einzubringen. Zum Vorwurf des "Friendship-Bonus´" aufgrund vergangener Verdienste wehrt Krueger ab: Er selektioniere die Spieler nie nach individuellen Kriterien, sondern immer je nachdem, wie die einzelnen Cracks zu den bestehenden Nationalspielern passen. Das war schon immer so gewesen und bleibe auch so solange er Nationaltrainer sei.

Das Facelifting der Eisgenossen ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Vom läuferisch und technisch anspruchsvollen, aber wenig erfolgreichen Team der Jahre 2001 bis 2003, ist das "lebendige Wesen" zuletzt mutiert: Nun war man zwei Jahre erfolgreicher, aber biederer, taktisch sehr reif aber ... die Siege sind keine Erfolge im Hurra-Stil mehr, sondern hart erarbeitet. Das in Nordamrika geflügelte Wort vom "ugly win" machte die Runde.

Ist die OP von Chefchirurg Krueger also gelungen? Ja und nein. Die Nati spielt erfolgreicher, aber nicht etwa uberzeugender. Das "Wesen" hat sich frei nach der Evolutionslehre von Darwin den Bedingungen des moderenen Eishockeys angepasst. Und keiner verkörpert als Einzelspieler dieses "Wesen" besser als Paul Di Pietro, der harte Kanalarbeiter, der mit Fleiss und Tempo statt mit Schaulaufen den Erfolg sucht.

(von Joël Wüthrich/eishockey.ch)

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