Das «Coopi» kämpft um sein Überleben
publiziert: Montag, 2. Okt 2006 / 15:34 Uhr

Zürich - Das traditionsreiche Restaurant «Cooperativo» kämpft um sein Überleben am bisherigen Standort. Die Genossenschaft appelliert an die Stadt, Verhandlungen über die Weiterführung des Mietverhältnisses aufzunehmen.

Die Società Cooperativa Italiana Zurigo wurde vor 101 Jahren gegründet. Gleichzeitig wurde das Restaurant eröffnet.
Die Società Cooperativa Italiana Zurigo wurde vor 101 Jahren gegründet. Gleichzeitig wurde das Restaurant eröffnet.
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Die Società Cooperativa Italiana Zurigo wehrt sich gegen den Entscheid der Zürcher Liegenschaftenverwaltung, den Mietvertrag mit dem «Coopi» per Ende 2006 aufzulösen. «Wir kämpfen für die ideellen Interessen einer 100-jährigen Tradition», erklärte Andrea Ermano, Präsident der Genossenschaft, vor den Medien in Zürich.

Kein Restaurant wie jedes andere

Das «Cooperativo» sei nicht ein Restaurant wie jedes andere, sagten die Genossenschafter Renzo Balmelli und Mario Barino. So beherbergt es eine Sammlung des Künstlers Mario Comensoli. Ausserdem ist das «Coopi» laut Balmelli eine schweizweit bedeutende Stätte des kulturellen, sozialen und politischen Dialogs.

Genossenschaft will Mieterstreckung

Laut Ermano wird die Genossenschaft ein Mieterstreckungsbegehren einreichen: «Dann können wir wohl noch zwei bis zweieinhalb Jahre bleiben und eine Lösung mit der Stadt finden». Ermano wünscht sich eine Weiterführung des Mietverhältnisses am heutigen Standort in Zürich-Aussersihl. Möglich wäre aber auch ein Baurechtsvertrag.

Die Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich begründet die bereits ausgeschriebene Neuvermietung des bisherigen «Coopi» mit unterschiedlichen Vorstellungen über den Mietzins. So will die Stadt einen Mietzins von rund 180 000 Franken pro Jahr.

Wie Ermano erklärte, habe das «Coopi» in den letzten Jahren einen Mietzins von 145 000 bis 160 000 Franken bezahlt, je nach Geschäftsgang des Restaurants. Bis im Jahr 2002 habe man sogar 200 000 Franken pro Jahr bezahlt, sagte Ermano weiter.

Die Società Cooperativa Italiana Zurigo wurde vor 101 Jahren gegründet. Gleichzeitig wurde das Restaurant eröffnet. Eine besondere Bedeutung erlangte das «Coopi» in den 30er- und 40er- Jahren als Zentrum des italienischen Antifaschismus.

In den Nachkriegsjahren wurde das Lokal in Zürich-Aussersihl von den schweizerischen Gewerkschaften und Sozialdemokraten entdeckt. Bis heute ist das «Coopi» ein Treffpunkt der Linken geblieben.

(li/sda)

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