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Das Duell der Prominenz im Wallis: Sion empfängt FCZ
publiziert: Samstag, 18. Aug 2007 / 00:03 Uhr

In der 6. Runde der Axpo Super League blickt die Schweizer Fussball-Gemeinde gespannt ins Wallis, wo Sion den punktgleichen Leader Zürich empfängt. In St. Gallen macht sich derweil der verletzte Captain Davide Callà Gedanken zur ungemütlichen Lage seiner Equipe.

Der FC Sion erwartet die Zürcher zuhause im Wallis.
Der FC Sion erwartet die Zürcher zuhause im Wallis.
Ein zweites Highlight ist im Hardturm zu erwarten. Die Grasshoppers empfangen den drittklassierten FC Basel. Emotionen und viele Zuschauer sind garantiert. Auf der Lohnliste der Zürcher steht seit diesem Sommer mit Murat Yakin eine frühere FCB-Ikone. Der ehemalige Captain der Bebbi arbeitet jetzt an der Seite von Chefcoach Hanspeter Latour im GC-Trainerstab. Ob ihm der rot-blaue Anhang den Transfer in die in Basel unpopuläre Stadt verziehen hat?

Die Young Boys wollen im Kantonalderby gegen Thun die Differenz zum Spitzentrio nicht anwachsen lassen. Zwei Tage vor dem Anpfiff waren bereits über 15'000 Tickets abgesetzt. Fussball ist in der Bundeshauptstadt offenbar wieder en vogue.

Im Duell mit Aarau und Luzern treffen zwei Teams aufeinander, die seit drei Spieltagen ungeschlagen sind. Immer nur verloren hat bislang St. Gallen. Der Fehlstart hat sich zur Krise ausgeweitet. Gegen Xamax wurde der erste Punktgewinn der Saison zur Pflicht erklärt.

Zürcher Fragezeichen

Der FC Zürich hat in dieser Woche wie der FC Sion auf der europäischen Bühne 1:1 remis gespielt. Gegen Besiktas hätte sich der Schweizer Champion am Mittwoch ein besseres Resultat gewünscht. Dem entsprechend löste nur der späte Ausgleich von Alexandre Alphonse (97.) uneingeschränkte Glücksgefühle aus. Auch Sions Ausgleichstreffer durch Saborio gegen den österreichischen Bundesligisten Ried fiel erst in der Nachspielzeit (93.). Und für den Zweiten der Super League gilt ebenso: Es wäre mehr möglich gewesen.

Verpasstes können die beiden Spitzenteams nun nachholen. Der hohe Puls ist zumindest in Zürich wieder bei der Normalfrequenz angelangt. Sportchef Fredy Bickel ist nicht unglücklich darüber, dass dem einen Höhepunkt der nächste folgt: «Wir reisen einen Tag früher an und können uns in Ruhe auf das schwierige Spiel vorbereiten.» Nach dem kräfteraubenden Spiel gegen die Türken wurden zwei Trainingseinheiten gestrichen, damit alle «etwas den Kopf lüften konnten» (Bickel).

Im Team der Zürcher ist mit zwei oder gar drei Umstellungen zu rechnen. Steve von Bergen trainiert mittlerweile in Berlin. Seinen Platz dürfte Heinz Barmettler übernehmen. «Wir haben ihm diese Chance versprochen und ihn ja auch dafür aufgebaut. Obwohl jetzt wahrscheinlich alles ein halbes Jahr zu früh kommt, hat er unser Vertrauen», denkt Bickel. Ob Chikhaoui und César, die beiden Künstler in den Couloirs, einsatzfähig sind, ist offen.

Ebenso unklar bleibt, wann der FCZ César freigibt. Er hat das Wort der Klubleitung, bei einem entsprechend lukrativen Angebot sofort aus dem Vertrag aussteigen zu dürfen. Ersatz stünde gemäss Bickel bereit. in die Karten blicken liess sich der FCZ-Sportchef aber nicht. Die Schweizer Alternative hiesse Raphël Wicky; dazu hat Bickel einen oder zwei Ausländer in der Hinterhand. «Wir könnten reagieren, falls César geht.»

Um Wicky, den langjährigen Bundesliga-Professional mit Wurzeln im Wallis, bemüht sich selbstredend auch der FC Sion und allen voran Christian Constantin. «CC» will sein Kader ohne Not weiter veredeln. Die Sittener haben unter Alberto Bigon die Ballkontrolle kultiviert und können technisch fast jede Schweizer Equipe beherrschen. «Mit Sion muss man in dieser Saison ganz sicher rechnen», ist Fredy Bickel überzeugt.

Callàs Gedanken und Ziele

«Ich bin auf dem besten Weg.» Der Satz stammt tatsächlich von einem Spieler des FC St. Gallen. Davide Callà dachte dabei natürlich in erster Linie an seinen Genesungsprozess. Der seit bald 13 Monaten verletzte Mittelfeld-Puncher arbeitet nach dem zweiten Kreuzbandriss auf Hochtouren am Comeback. In der Reha-Phase ist der 22-Jährige schon weit fortgeschritten. Teilweise trainiert er bereits mit dem Team. «Nur Körperkontakte sollte ich vermeiden und schiessen kann ich noch nicht richtig.»

Die zweite schwere Knieverletzung innerhalb von wenigen Monaten hat Spuren hinterlassen. «Nach dem ersten Kreuzbandriss hatte ich irgendwie Respekt. Nun bin ich schon fast ein bisschen ängstlich. Das wird wohl erst besser, wenn es im Training mal richtig kracht und das Knie hält», gibt Callà offen zu. Hinter ihm liegen anstrengende Wochen und Monate. «Es gab eine Phase, in welcher ich nur sehr kleine Fortschritte machte. Da stellte ich mir die Frage: Hey Davide, weshalb machst du das alles überhaupt noch?»

Während sich Callàs persönlicher Leidensweg nach und nach dem Ende zuneigt, steckt der FC St. Gallen noch mitten im Schlamassel. Das Überraschungsteam der letzten Meisterschaft tritt an Ort und letzter Stelle. Der Ausfall der beiden Topskorer Aguirre und Alex -- das Duo traf in der vergangenen Saison zusammen 30-mal -- war bislang nicht zu verkraften. Für Callà ist der miserable Start nur schwer zu ertragen: «Ich sitze auf der Tribüne und würde gerne helfen, bin aber machtlos. Das ist sehr frustrierend.»

Im Gegensatz zur letzten Spielzeit reiche jetzt schon wenig, um alle aus dem Konzept zu bringen, hat Callà festgestellt. «Alles ist extrem labil.» Aber wer nach fünf Runden noch keine Punkte hat, sei logischerweise angeschlagen. «Positiv stimmt mich aber, dass wir nie grottenschlecht gespielt haben. Wir kommen ja immer zu Chancen. Das Team lebt.» Die Qualität zu einer Erfolgserie sei zweifelsfrei vorhanden, denkt der rekonvaleszente Captain der Ostschweizer.

Die Partien der 6. ASL-Runde

Aarau - Luzern (letzte Saison: 1:2, 0:1, 4:1, 0:1). -- Samstag, 18. August, 17.45 Uhr (TC). -- Absenzen: Sermeter (verzichtet in Absprache mit dem Trainer Komornicki auf einen Einsatz; verhandelte mit dem FCL über einen Wechsel); Bader, Seoane, Thuram, Makanaki (alle verletzt), Wiss (gesperrt). -- Statistik: In der letzten Runde markierte Aarau fünf Treffer und damit einen mehr als in sämtlichen vier Spielen zuvor. Den höchsten Sieg erreichten die Aarauer in der letzten Saison beim 4:1 gegen Luzern. Die Innerschweizer sind wie der FCA seit drei Partien ungeschlagen.

St. Gallen - Neuchâtel Xamax (Xamax Aufsteiger). -- Samstag, 17.45 Uhr. -- Absenzen: Callà (rekonvaleszent), Alex (verletzt), Mendez (gesperrt); Jaquet (verletzt), Quennoz (Trainingsrückstand). -- Fraglich: Aguirre; Malenovic. -- Statistik: Die St. Galler Krise hat sich mittlerweile zum schlechtesten Saisonstart seit 35 Jahren ausgeweitet. Ausgerechnet gegen Xamax, die einzige Equipe der ASL ohne Niederlage, wollen die Ostschweizer der schwarzen Serie ein Ende setzen.

Young Boys - Thun (0:0, 5:0, 3:1, 1:0). -- Sonntag, 16 Uhr (TC). -- Absenzen: Häberli (Gehirnerschütterung); Bühler (verletzt). -- Statistik: Neunmal in Folge haben die Young Boys im Bernder Derby nicht mehr verloren. Zuletzt besiegten sie die «Nachfahren» der gefallenen Thuner Europacup-Helden dreimal -- mit dem Torverhältnis von 9:1. Für das Derby setzte YB bis gestern 15 300 Tickets ab.

Grasshoppers - Basel (3:2, 1:2, 1:5, 0:3). -- Sonntag, 16 Uhr (TC). -- Absenzen: Colina, Sutter, Blumer (alle verletzt), Mikari (gesperrt; Ba, Burgmeier, Carignano (alle verletzt). -- Statistik: Beide Equipen haben in den ersten fünf Runden neun Treffer geschossen. Der FCB gewann mit dem gleichen Offensiv-Ertrag indes fünf Punkte mehr. Zuletzt bezog GC im Duell mit dem FCB drei Niederlagen in Serie.

Sion - FC Zürich (2:2, 1:2, 1:2, 1:2). -- Sonntag, 16 Uhr. -- Absenzen: Alioui, Di Zenzo, Pinto (alle verletzt); Aegerter (verletzt), Stanic, Stucki (beide rekonvaleszent). -- Fraglich: Chedli (Rekurs gegen Sperre). -- Statistik: Zürichs Trainer Bernard Challandes hat in seiner Laufbahn als Coach (Servette, YB, Yverdon) gegen Sion vor allem verloren. In sieben von zehn Partien gab es für ihn keine Punkte, nur einmal gewann er. Der FCZ hingegen hat gegen die Walliser seit sieben Jahren und der 1:3-Heimniederlage nicht mehr verloren.

(smw/Si)

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