Das Jahr des Rindes: Völkerwanderung in China
publiziert: Sonntag, 25. Jan 2009 / 17:19 Uhr

Peking - Zum chinesischen Neujahrsfest sind mehr Menschen als je zuvor in ihre Heimatorte gereist, um nach dem traditionellen Mondkalender das neue Jahr zu begrüssen.

Behörden hatten das Feuerwerksverbot aufgehoben.
Behörden hatten das Feuerwerksverbot aufgehoben.
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Die Chinesen in aller Welt heissen das Jahr des Rindes willkommen, das auch Jahr des Büffels, Ochsen oder Stieres genannt werden kann. Das grösste chinesische Familienfest wird überschattet von der Wirtschaftskrise und der leidvollen Erinnerung an das verheerende Erdbeben in der Provinz Sichuan.

Regierungschef Wen Jiabao feierte mit Überlebenden in dem zerstörten Ort Wenchuan, wo das Epizentrum gelegen hatte. Das Beben am 12. Mai 2008 mit der Stärke 8 hatte wahrscheinlich mehr als 80'000 Menschen das Leben gekostet.

Eine Woche wird gefeiert

Chinas Verkehrsbehörden meldeten an den drei Tagen bis Freitag einen Zuwachs der Bahnreisenden um mehr als 20 Prozent. Insgesamt werden über die 40-tägige Festzeit 2,32 Milliarden Reisen bzw. fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum erwartet.

Das Neujahrsfest, zu dem die Arbeit im Reich der Mitte eine Woche lang praktisch zum Stillstand kommt, löst jedes Jahr eine der grössten Völkerwanderungen der 1,3 Milliarden Menschen zählenden Einwohner aus.

Harte Arbeit und Fleiss

Für das Krisenjahr 2009 sagen Wahrsager voraus, dass sich harte Arbeit und Fleiss auszahlen sollen. Das Rind stehe im chinesischen Tierkreis für Geduld und Unbeirrbarkeit. Mit schnellen Erfolgen sei allerdings nicht unbedingt zu rechnen.

Schon Stunden vor Mitternacht ging in der Hauptstadt Feuerwerk hoch. Die Behörden hatten das sonst übliche Feuerwerksverbot in Peking für zwei Wochen bis zum Laternenfest, dem offiziellen Ende der Neujahrsfeiern, aufgehoben.

Es ist das dritte Jahr, in dem wieder geknallt werden darf. Wegen der vielen Unfälle und Feuer war es von 1993 bis 2006 - sehr zum Ärger der 17 Millionen Einwohner Pekings - selbst während des Neujahrsfest verboten, Raketen und Kracher zu zünden.

(tri/sda)

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