UNO
Das Punkt-TV-Land wird 189. Mitgliedsstaat der UNO
publiziert: Montag, 4. Sep 2000 / 15:35 Uhr

New York - Für Quizfragen war das Land schon immer gut, auch für Kreuzworträtsel: Inselgruppe im Pazifischen Ozean mit T. Doch der allgemeine Bekanntheitsgrad des Kleinstaates Tuvalu dürfte sich künftig erhöhen.

An diesem Dienstag wird der Staat zum Auftakt der 55. UNO- Vollversammlung offiziell als 189. Mitgliedsstaat in die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) aufgenommen. Zum ersten Mal wird vor dem UNO-Sitz in New York die Flagge Tuvalus aufgezogen- mit dem Union Jack als Zeichen der Zugehörigkeit zum britischen Commonwealth in der linken Ecke und den Umrissen der neun Tuvalu- Inseln auf blauem Grund im Hauptteil.

Gerade weil ihr Land mit 26 Quadratkilometern Bodenfläche zu den allerkleinsten der Erde gehört, sollen die knapp 11 000 Inselbewohner nach dem Willen ihrer insgesamt zwölf Parlaments- und fünf Regierungsmitglieder künftig in der Weltorganisation eine Stimme haben.

Vor allem will sich Tuvalu in der internationalen Umweltpolitik engagieren. Grosse Sorgen bereitet der hauptsächlich polynesisch- stämmigen Bevölkerung die anhaltende Erwärmung der Erde. Durch das Abschmelzen von Eisschichten auf den Polkappen steigt der Meeresspiegel. Zwar wurden um die Tuvalu-Inseln herum nur ein jährlicher Anstieg von zwei bis drei Millimetern gemessen. Doch in einem Land, das im Durchschnitt nur vier Meter über dem Wasser und ansonsten schutzlos in den riesigen Weiten des Pazifik liegt, löst allein die Möglichkeit einer vielleicht noch rascheren Erderwärmung Existenzängste aus.

Gemeinsam mit Inselstaaten in ähnlicher Lage will Tuvalu sich für internationale Abkommen über die weltweite Reduzierung der so genannten Treibhausgase, die zur Erderwärmung beitragen, stark machen.

Dafür will der Kleinstaat auch einen Teil jenes Geldsegens einsetzen, der kürzlich auf Tuvalu regnete. Für 20 Millionen Dollar verkaufte die Regierung im Hauptdorf Vaiaku die Rechte an dem Tuvalu zustehenden nationalen Internet-Kürzel «.tv».

Die kanadische Marketing-Firma Information.ca verpflichtete sich zugleich, Tuvalu an den Einnahmen aus dem Vertrieb des «Punkt-TV- Anhangs» für Internet-Adressen zu beteiligen. Nach Schätzungen könnte das jährlich bis zu 60 Millionen Dollar in die ansonsten häufig fast leere Staatskasse der Inselrepublik spülen.

Vor allem Fernsehsender stünden bereits Schlange, um sich mit Tuvalus Kürzel einen einprägsamen Internetnamen zuzulegen, hiess es bei der kanadischen Firma. «RTL.tv», zum Beispiel, klingt einfach besser als «RTL.com». Sollte das Ganze nicht auf Inselsand gebaut sein, könnten die Bewohner der Tuvalu-Atolle in absehbarer Zeit zu einem gewissen Wohlstand kommen.

Bis jetzt leben die weitaus meisten von ihnen noch in sehr ärmlichen Verhältnissen vom einfachen Fischfang. Ohne die regelmässigen Finanzspritzen aus Australien, Neuseeland und von der einstigen Kolonialmacht Grossbritannien hätte Tuvalus Regierung nicht einmal die Flugtickets ihrer Delegation für die Reise zu den UNO nach New York bezahlen können. Mit dem Internet-Geld, so hofft man, könnte eines Tages sogar der kühnste Inseltraum finanziert werden - der Ausbau des Tourismus. Obwohl fast 4000 Kilometer von Australien und Neuseeland entfernt, könnte die Inselgruppe zu einem Magnet für gut betuchte Urlauber werden.

(sda)

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