Das Warten und Hoffen auf das Olympia-Ticket
publiziert: Sonntag, 20. Dez 2009 / 09:36 Uhr

Knapp zwei Monate vor den Olympischen Spielen ist die Bewerbungsphase für die Schweizer Nationalspieler abgelaufen. In den kommenden Wochen liegt es an Ralph Krueger, die richtige Mischung für das Olympia-Kader zu finden.

Ralph Krueger im Gespraech mit Tobias Stephan.
Ralph Krueger im Gespraech mit Tobias Stephan.
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Krueger ist zumindest bei der Team-Zusammenstellung kein Mann der Kurzfristigkeit. In den zwei Zusammenzügen dieses Herbstes vertraute er jenen Spielern, die auch in den Jahren davor das Gerüst der Equipe gebildet hatten.

Ausser dem Neo-Schweizer Hnat Domenichelli testete er keinen neuen Spieler. Deshalb ist nicht davon auszugehen, dass das Olympia-Aufgebot nun einen zweiten «neuen» Namen beinhalten wird. Einzig Luca Sbisa könnte die Ausnahme sein; er liefert seine Bewerbung ab Ende Woche an der U20-WM in Kanada ab.

Ein erstes Kader von 23 Spielern (3 Torhüter/20 Feldspieler) muss Krueger bis am 31. Dezember melden. Rund ein Dutzend Spieler, die beim Zusammenzug in Pruntrut und der Slowakei nicht dabei waren, werden auf dieser Liste stehen und im Februar als sogenannte «Fixstarter» das Olympia-Team verstärken.

Dazu gehören nebst den Nordamerika-Söldnern Jonas Hiller, Mark Streit und Andres Ambühl mit grösster Wahrscheinlichkeit auch die Verteidiger Severin Blindenbacher, Goran Bezina und Mathias Seger sowie die Stürmer Martin Plüss, Ivo Rüthemann, Thierry Paterlini und Thomas Déruns. Für den Rest ging mit dem Abschluss des Dezember-Zusammenzugs das grosse Warten und Hoffen los.

Fragezeichen bei den Torhütern

Ein grosses Fragezeichen gibt es bei den Torhütern. Nebst dem gesetzten Jonas Hiller kämpfen mit Martin Gerber, Daniel Manzato, Tobias Stephan, Leonardo Genoni und Ronnie Rüeger gleich fünf Goalies um zwei Plätze. Unklar ist weiterhin, wie lange Gerber mit seiner Wirbelverletzung ausfällt. Auch eine Woche nach dem Unfall konnte noch keine verlässliche Prognose gestellt werden.

Krueger erhielt in Spisska Nova Ves immerhin die Gewissheit, dass mit den ebenfalls Nordamerika-erfahrenen Manzato und Stephan zwei valable Alternativen bereit stehen. «Sie haben beide Hervorragendes geleistet in dieser Woche», lobte Krueger das Duo. Stephan konnte sich gegen die Slowakei in seinem erst dritten Länderspiel-Einsatz deutlich mehr in Szene setzen als der gegen Weissrussland weniger beschäftigte Manzato.

Erfolgreiche Rückkehrer

Von den Feldspielern gehört Raffaele Sannitz zu den Gewinnern der Woche. Der Stürmer des HC Lugano zählte in den letzten drei Jahren zwar stets zum Stamm des Teams, im November hatte er wegen einer Verletzung jedoch gefehlt. Nun überzeugte er an der Seite von Domenichelli und Julien Sprunger als Spielmacher und Skorer. In jedem der drei Partien traf er mindestens einmal, insgesamt liess er sich sechs Skorerpunkte gutschreiben.

Eine erfolgreiche Rückkehr feierte auch Sprunger, unter anderem mit seinen sechs Skorerpunkten gegen Frankreich im ersten Länderspiel nach dem Unfall an der Heim-WM. Weil mit Romano Lemm und Thomas Ziegler zwei Center derzeit verletzt sind, sind die Chancen des polyvalent einsetzbaren Kevin Romy auf dieser Position gestiegen. Den «Cut» verpassen dürfte dagegen wie im letzten Frühling Patrik Bärtschi, der selbst gegen Frankreich blass blieb.

In der Verteidigung bestätigte Rafael Diaz seine guten Auftritte vom November am Deutschland Cup. Für den Zuger, der die Heim-WM als Ersatzspieler auf der Tribüne hatte verbringen müssen, wird es jedoch auch für Olympia eng. Diaz, Félicien Du Bois, Philippe Furrer und Yannick Weber dürften wohl die zwei verbleibenden Plätze neben Streit, Bezina, Blindenbacher, Seger und - falls er sich von der Hirnerschütterung erholt - Roman Josi unter sich ausmachen.

Mit 29 Spielern nach Nordamerika

Krueger besitzt die Möglichkeit bis am 15. Februar, dem Vorabend des Eröffnungsspiels gegen die USA, Spieler auszutauschen. «Es ist für keinen, den wir nun aufbieten werden, das definitive Aufgebot», sagte Ralph Krueger. Im Januar werde sich jeder in der Meisterschaft noch zu bewähren haben.

Anfang Februar wird Krueger dann mit voraussichtlich 29 Spielern die unmittelbare Vorbereitung in Nordamerika aufnehmen. Nach zwei Testspielen gegen Weissrussland in Winnipeg werden sechs über die Klinge springen müssen. Ob die Schweiz das Turnier mit vier kompletten Blöcken oder mit 13 Stürmern und 7 Verteidigern bestreitet ist noch offen. «Die Tendenz ist aber ganz klar 13 und 7», so Krueger.

(Sandro Mühlebach, Spisska Nova Ves/Si)

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