Kanada gegen Russland
Das «besondere» Duell der Eishockey-Grossmächte
publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2011 / 15:10 Uhr
Kanadische Fans.
Kanadische Fans.

Kanada gegen Russland - das Duell der Eishockey-Grossmächte steigt an der WM in der Slowakei wie vor einem Jahr in Deutschland bereits in den Viertelfinals. Spiele gegen den Erzrivalen lassen auf beiden Seiten spezielle Emotionen hochkommen.

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Die Duelle zwischen Kanada und Russland, den mit Abstand erfolgreichsten zwei Nationen im internationalen Eishockey, gelten seit jeher als Klassiker im internationalen Eishockey. «Es weckt immer besondere Gefühle, wenn du gegen die Russen spielst», sagte der ehemalige Davoser Rick Nash, in diesem Jahr der Captain der Kanadier, vor dem Aufeinandertreffen heute (Donnerstag). «Egal, ob es dein erstes Spiel ist oder du schon einiges mitgemacht hast.»

Der Stürmer der Columbus Blue Jackets hat schon einiges mitgemacht. Etwa das spektakuläre 7:3 im Viertelfinal der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver, als die Kanadier die «Sbornaja» um Superstar Alexander Owetschkin überrannten und später Gold gewannen. Oder an der WM 2008 in Québec, als die Russen den Profis aus dem Mutterland des Eishockeys auf deren Eis mit einem 5:4 nach Verlängerung den Titel vor der Nase wegschnappten.

Auch vor zwei Jahren in der Schweiz und vor einem Jahr in Köln behielten die Russen das bessere Ende für sich. In der Berner PostFinance-Arena gewannen die Russen unter der Regie von Ilja Kowaltschuk den Final gegen die Kanadier 2:1. 2010 revanchierten sich Owetschkin und Co. im Viertelfinal mit einem 5:2 zumindest resultatmässig erfolgreich für die Schmach in Vancouver.

Bei den letztgenannten zwei Duellen fehlte Nash. Dafür stand Jungstar John Tavares letztes Jahr auf dem Eis und mahnt vor der Neuauflage: «Du musst schlau spielen und diese ganze Energie in die richtigen Bahnen lenken.» Der 20-Jährige von den New York Islanders war nach der Zwischenrunde mit neun Skorerpunkten der erfolgreichste Skorer der WM.

Eine Ausbeute wie Tavares haben die russischen Stars bisher nicht vorzuweisen. Owetschkin, der nach dem Ausscheiden mit den Washington Capitals aus den Playoffs in der NHL erst zum zweiten Spiel der Zwischenrunde in der Slowakei eingetroffen war, war bisher eher ein Fremdkörper denn eine Verstärkung. Auch Ilja Kowaltschuk, 2008 in Kanada mit seinem Tor in der Verlängerung der Held des Finals, ging bislang leer aus.

Im Gegensatz zu Kanada, das alle bisherigen sechs Spiele gewann, enttäuschte die Equipe von Slawa Bykow bisher und bezog drei Niederlagen. Nur 18 Tore, lediglich drei mehr als die Schweiz, fabrizierten die russischen Superstars in sechs Partien. Bykow: «Wir haben Stürmer, die viel Talent haben und die richtige Torjäger sind. Aber bis jetzt können wir noch nicht zufrieden sein mit ihren Auftritten. Es sind Spiele wie gegen Kanada, in denen sie das bisher Vermisste gutmachen können.» Bykow ist sich bewusst, dass sich seine Mannschaft steigern muss, will sie nicht zum ersten Mal seit 2006 vor den Halbfinals heimreisen.

Wie Nash hebt auch Bykow die Besonderheit der Partie hervor. Für den ehemaligen Superstar von Fribourg, der diesen Frühling Salawat Ufa zum russischen Meister gecoacht und deshalb die Partien der Russen in der Schweiz verpasst hat, beginnt die WM neu: «Was bisher war, haben wir vergessen. Natürlich müssen wir mehr leisten als in den Partien davor. Aber gegen Kanada werden wir das Niveau automatisch heben können.» Als Favorit gilt dieses Mal trotzdem Kanada.

(bert/Si)

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