«Das ist eine Schikaniererei»
publiziert: Mittwoch, 25. Aug 2010 / 12:53 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Aug 2010 / 18:17 Uhr
Wirte haben Angst wegen kleiner Mängel im Internet blossgestellt zu werden.
Wirte haben Angst wegen kleiner Mängel im Internet blossgestellt zu werden.

Wenn ein Restaurant bei einer Hygienekontrolle durchfällt, sollen die Kunden künftig davon erfahren. Die Gastrobranche ist alles andere als begeistert von diesen neuen Vorschriften. «Das ist völlig daneben», so Josef Müller, Präsident von Gastro St.Gallen und Vorstandsmitglied von Gastro Suisse.

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Das Schweizerische Lebensmittelgesetz soll ans EU-Recht angepasst werden. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Stellungnahmen aus der Vernehmlassung zur Kenntnis genommen und das Departement des Innern beauftragt, einen Gesetzesentwurf auszuarbeiten.

Umstritten war in der Vernehmlassung vor allem, ob die Resultate von Lebensmittelinspektionen veröffentlicht werden sollen.

«Wir sind völlig dagegen, die Hygienekontrollen stellen lediglich eine Momentaufnahme dar und sind nicht repräsentativ», so der Präsident von Gastro St.Gallen.

Der Bundesrat hält aber an seinem Vorschlag fest. In welcher Form die Resultate der Kontrollen veröffentlicht werden, sei noch offen, hiess es beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage.

«Unter der Klausel 'der Konsument muss die Wahl haben' kann das Bundesamt für Gesundheit jede Deklaration fordern», erklärt Josef Müller. «Und das finden wir völlig daneben», so Müller weiter.

Ebenfalls festhalten will der Bundesrat an der Deklarationspflicht: Auch künftig muss angegeben sein, aus welchem Land ein Produkt stammt. Allerdings soll der Bundesrat Ausnahmen festlegen können.

Die Konsumentenorganisationen hatten sich in der Vernehmlassung für eine strenge Deklarationspflicht ausgesprochen, die Lebensmittelindustrie wünschte mehr Flexibilität.

Auch an der Deklartionspflicht findet die Gastronomie wenig Gefallen. « Wenn ein Restaurant ein drei-Gänge-Menu festlegt und dann für die verschiedenen Deklarationen fast drei Seiten braucht, dann ist das ein völliger Unsinn», ärgert sich der Präsident von Gastro St.Gallen.

Handel mit der EU

Mit der Gesetzesrevision soll auch der Handel mit der EU erleichtert werden. Waren, die in der EU rechtmässig in Verkehr sind, sollen künftig auch in der Schweiz zugelassen sein.

Die Vorschläge des Bundesrates seien grossmehrheitlich auf Zustimmung gestossen, schreibt das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) in seiner Mitteilung. Der Bundesrat werde den Gesetzesentwurf voraussichtlich noch dieses Jahr verabschieden.

(Seraina Lutz/news.ch)

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Bern - Konsumenten sollen künftig erfahren können, wie sauber ein Restaurant ... mehr lesen 1
Wie sauber wird gearbeitet?
Kundeninteresse
Wir sind Kunden und die Preise sind in Schweizer Gaststätten gewiss hoch genug. Von einem Auto kann ich auch erfahren ob es im Crash Test versagt hat und der Kassensturz testet Produkte.

Wirte bieten ein Produkt an. Fertig. Diese Veröffentlichung zur Ausmerzung der Grüsel ist längst fällig. Keiner soll sich verstecken können, der Vorschriften nicht erfüllt. Das ist nur im Interesse der Kunden.
Ja sicher die Wirte !
Es wird in der Schweiz mit den Gesetzen und Regelungen masslos übertrieben. Es gibt bald mehr Freiheit in China.
Besoffene dürfen trinken da gib es kein Verbot. Wenn einer Auto fährt ist es ja sowieso seine Sache, der Wirt darf ja nich mal den Autoschlüssel wegnehmen. Wenn der Alkohol zu hause gesoffen wird ist ja auch kein Wirt daran schuld.
Mir ist es egal ob es noch mehr Gesetzte und Regelungen gibt. Und auch ob die Restaurants schliessen. Nur ist nicht jeder Wirt daran schuld sondern das Schweizer Volk.
Jedes Restaurant das nicht sauber ist geht automatisch zu, da das Essen sowieso nicht gut sein kann.
nein nicht wie die Bauern
sondern wie die Wirte.
"Alkohol darf keiner getrunken werden, immer ist irgendwo die Polizei,"

Sie irren, Caturix und zwar gewaltig. Es darf wohl alkohol getrunken werden. Es darf und durfte nicht an betrunkene ausgeschenkt werden und es darf nicht mit Alkohol Auto gefahren werden.

Mal eine Frage: Wieviele Wirte hatten, obwohl nicht erlaubt, an offensichtlich betrunkene Alkohol ausgeschenkt?
Es ist doch eine Tatsache, dass die meisten, die besoffen und mit besoffen meine ich nicht ein Promill zuviel, sondern wirklich besoffen Auto gefahren sind, nicht vom Familienfest sondern aus der Baiz oder sogar Stammbeiz kamen.
Jammern wie die Bauern ?
Zuerst ist die Merwertsteur zu hoch, dann gibt es nicht wie bei den Bauern Subventionen. Alkohol darf keiner getrunken werden immer ist irgendwo die Polizei, kein Rauch mehr...
Irgendwann ist es einfach schluss und wir machen dicht. Wir mussten wegen den ganzen Masnahmen schon Personal entlassen. Wenn immer mehr Vorschriften kommen, wird es für die kleinen Restaurant das Ende sein. Ich verdienen noch 1000 Chf im Monat zum leben. Das ist sicher kein Gejammer andere würden da streiken bei solch einem Lohn. Kinderzulagen ... gibt es auch nicht.
zum Glück nicht
Magenverstimmung aus dem Restaurant habe ich mir noch nie geholt.
Aber ich bin auch kein Masstab, durfte ich schon verschiedentlich feststellen.
Sogar absichtliche "Todsünden" konnten mein System nur selten aus der Ruhe bringen.

Ein Restaurant darf aber nicht erwarten, dass alle einen Rossmagen haben und soll gefälligst die Vorschriften einhalten. Wenn nicht, habe ich kein Mitleid mit dem betreffenden Wirt.
Jammerverein
Die Gastrobranche ist nach den Bauern der grösste Jammer-Verein hierzulande.
Statt Innovation, Reklamation.

Nun gut, die Veröffentlichung von fahrlässigen Wirten im Internet oder wo auch immer finde ich nur längst überfällig.

Wer sich gegen diese Transparenz wehrt hat etwas zu verbergen.

Ich gehe schon lange nur noch in die Restaurants wo ich die Wirte kenne und die einen tadellosen Ruf haben.
Zu oft habe ich mir schon eine Magenverstimmung geholt in Restaurants.
.
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