Das schwere Erbe von Arosa
publiziert: Samstag, 17. Jan 2009 / 09:28 Uhr

Die Schweizer Snowboarder stehen an der WM in der südkoreanischen Provinz Gangwon vor einer schwierigen Aufgabe.

Simon Schoch nach seinem Sieg in Kreischberg.
Simon Schoch nach seinem Sieg in Kreischberg.
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Um wie vor zwei Jahren in Arosa sieben Medaillengewinne feiern zu können, sind diverse Exploits notwendig, da bewährte Cracks wie Manuela Pesko (Rücktritt), Boardercross-Olympiasiegerin Tanja Frieden (Sprunggelenk) sowie der einstige Alpin-«Überflieger» Philipp Schoch (Diskushernie) nicht zur Verfügung stehen.

Und doch stehen die Aussichten nicht schlecht, dass in jeder Disziplin (Alpin/Freestyle/Snowboardcross) einer der insgesamt 24 Schweizer WM-Teilnehmer (9 Frauen/15 Männer) einen Top-3-Platz erreicht. Bislang verzeichneten die Athleten von Swiss Snowboard sieben Weltcup-Podestplätze, dazu kamen zehn weitere Rangierungen in den Top 6.

SBX: Frei als Trumpf

Im Snowboardcross sind die helvetischen Frauen derzeit führend. Keine Nation weist eine so hohe Dichte an Spitzenfahrerinnen auf, auch wenn keine Schweizerin das Weltcup-Zwischenklassement anführt. Aber: In drei der vier bisherigen Rennen stand eine Athletin aus dem Team von Harald Benselin auf dem Podest.

Sandra Frei, die Zweite der Disziplinenwertung, konnte sich in Arosa und Bad Gastein gar zwei Mal in Folge als Siegerin ausrufen lassen. Mit Mellie Francon (7.), der 19-jährigen Simona Meiler (9.) und Olivia Nobs (13.) gehören die anderen WM-Teilnehmerinnen ebenfalls zum erweiterten Kreis der Favoritinnen.

Alpin: Simon Schoch ist zurück

Ohne die verletzten Brüder Philipp und Simon Schoch hatten die Schweizer Alpinen massiv an Durchschlagskraft eingebüsst. Seit sich aber Simon Schoch mit seinen Weltcup-Podestplätzen 21 und 22 an der WM-Hauptprobe in Kreischberg (Zweiter und Erster) in alter Stärke zurückgemeldet hat, wäre alles andere als eine Medaille eine herbe Enttäuschung. Ohnehin hat Schoch im nicht-olympischen Parallel-Slalom den WM-Titel von 2007 zu verteidigen.

Freestyle: Die Wundertüte

Seit dem überraschenden Abgang von Manuela Pesko, der Medaillengarantin der letzten zwei Weltmeisterschaften (Silber 2005 in Whistler, Gold 2007 in Arosa) lastet der Druck bei den Freestylerinnen auf den Schultern zweier junger Bündnerinnen.

Die 20-jährige Flimserin Sina Candrian hat ihr enormes Potenzial nicht nur auf der FIS-Tour schon öfters angedeutet. Auch der 23-jährigen Unterengadinerin Ursina Haller, der Junioren-Weltmeisterin im Big Air von 2005, attestiert Freestyle-Trainer Marco Bruni grosse Fähigkeiten.

Zu den Favoriten bei den Männern gehört Iouri Podladtchikov. Der seit Jahren in Zürich lebende Russe hat im letzten Winter sogleich die FIS-Tour gewonnen, an einem guten Tag hält er auch auf der normalerweise stärker besetzten Ticket-to-Ride-Tour mit den besten Fahrern der Welt mit.

(tri/Si)

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