Das wird neu in der AHV
publiziert: Donnerstag, 25. Sep 2003 / 10:49 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Sep 2003 / 12:41 Uhr

Bern - Nach der Bereinigung in den Räten lassen sich die Kernpunkte der 11. AHV-Revision wie folgt zusammenfassen:

Die AHV soll um 927 Millionen Franken im Jahr entlastet werden.
Die AHV soll um 927 Millionen Franken im Jahr entlastet werden.
1 Meldung im Zusammenhang
  • Das ordentliche Rentenalter wird Anfang 2009 für Frauen wie Männer auf 65 Jahre festgesetzt. Gemäss 10. AHV-Revision steigt das Rentenalter der Frauen 2005 von 63 auf 64 Jahre. Mit der Erhöhung auf 65 Jahre spart die AHV 445 Millionen.
  • Frauen und Männer können ab 59 Jahren eine halbe und ab 62 Jahren eine ganze Rente vorbeziehen.
  • Beim Vorbezug werden die Renten lebenslang gekürzt. Für Frauen der Jahrgänge 1948 bis 1952 beträgt die Kürzung statt bis zu 6,7 Prozent nur 3,4 Prozent, wenn die Rente mit 64 statt mit 65 Jahren bezogen wird. Diese Massnahme kostet rund 140 Millionen. Um zwei oder drei Jahre vorbezogene Renten werden auch für Frauen voll gekürzt.
  • Die Witwenrente wird für kinderlose Witwen schrittweise abgeschafft. 11 Prozent der künftigen Witwen verlieren damit ihren Anspruch. Die Witwenrente wird nach sechs Jahren schrittweise von 80 auf 60 Prozent gesenkt, die Waisenrente von 40 auf 60 Prozent erhöht. Die AHV spart 250 Millionen. Laufende Renten bleiben unangetastet.
  • Kinderlose Witwen, die fünf Jahre verheiratet und beim Tod des Ehepartners älter als 45 Jahre alt waren, erhalten eine Entschädigung im Betrag einer Jahresrente.
  • Die AHV-Renten werden nur noch alle drei statt alle zwei Jahre der Lohn- und Preisentwicklung angepasst, sofern die Teuerung nicht vier Prozent übersteigt. Damit werden 150 Millionen eingespart.
  • Massgeblich für die Rentenanpassung bleibt der Mischindex, der je zur Hälfte die Löhne und die Preise berücksichtigt. Wenn der AHV-Fonds in einen Engpass gerät, ist aber eine Beschränkung auf die Preise möglich.
  • Der Freibetrag von monatlich 1400 Franken, auf dem erwerbstätige Altersrentner keine Beiträge bezahlen müssen, wird aufgehoben. Dies bringt Mehreinnahmen von 202 Millionen.
  • Eine Verfassungsnorm ermöglicht es dem Parlament, für die AHV einen Zuschlag von maximal 1 Prozentpunkt auf der Mehrwertsteuer zu erheben. Die Erhöhung dürfte um das Jahr 2010 notwendig sein.
  • Von den künftigen MWST-Zuschlägen gehen wie vom heutigen "Demografieprozent" 17 Prozent an den Bund, damit dieser seinen Beitrag an das Sozialwerk finanzieren kann. Der Anteil der AHV macht 2,43 Milliarden aus, jener des Bundes knapp 500 Millionen.
  • Die finanziellen Einsparungen beim Bund:

    Nach den Beschlüssen des Parlaments wird die AHV - ohne die Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer - um 927 Millionen im Jahr entlastet. Dies sind rund 400 Millionen weniger, als der Bundesrat ursprünglich per Saldo einsparen wollte.

    (fest/sda)

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