Vorsicht vor Gratis-Apps
Daten werden durch App Werbung ausspioniert
publiziert: Freitag, 26. Feb 2016 / 09:18 Uhr / aktualisiert: Freitag, 26. Feb 2016 / 10:17 Uhr
Mobile, personalisierte App-Werbung ist eine neue Bedrohung der Privatsphäre.
Mobile, personalisierte App-Werbung ist eine neue Bedrohung der Privatsphäre.

Alabama - Die persönlichen Informationen von Millionen Smartphone-Nutzern sind durch mobile Werbung auf den Apps in grosser Gefahr. Das zeigt eine neue Analyse des Georgia Institute of Technology .

3 Meldungen im Zusammenhang
Das Hauptproblem: App-Entwickler bekommen Einsicht in personalisierte Werbung ihrer Kunden aufgrund undichter Schnittstellen zwischen Werbenetzwerken und Software-Produzenten.

App-User wird gläsern

Die Studie hat mehr als 200 Teilnehmer untersucht, die eine Android-App nutzen. Dabei wurde die Genauigkeit der personalisierten Werbung, die die Testpersonen durch Google Ad Network erhielten, basierend auf deren persönlichen Interessen und dem demografischen Profil, genau unter die Lupe genommen. Im zweiten Schritt wurde geschaut, wie viele Infos eines Nutzers der Entwickler einer mobilen App aufgrund der personalisierten Werbung gewinnen kann.

73 Prozent der Werbeanzeigen werden für 92 Prozent der Nutzer korrekt angezeigt. Basierend auf dieser personalisierten Werbung erhält der App-Developer wertvolle Nutzerdaten: Das Geschlecht können Apps mit 75-prozentiger Genauigkeit feststellen, Elternstatus mit 66-prozentiger Genauigkeit und Alter mit 54-prozentiger Genauigkeit. Auch Schätzungen über Einkommen, politische Gesinnung und familiären Status sind mit hoher Genauigkeit möglich.

«Gratis» hat seinen Preis

«Gratis Smartphone-Apps sind nicht wirklich gratis», meint Wie Meng, Lead-Autor der Studie. «Mobile, personalisierte App-Werbung ist eine neue Bedrohung der Privatsphäre.» Viele App-Entwickler akzeptieren Werbung innerhalb ihrer App. Werbenetzwerke wie Google Ad Network zahlen dafür eine Gebühr an App-Entwickler, um dafür Werbung zu zeigen und die Nutzeraktivität zu überwachen.

Diese Aktivitäten ermöglichen es den Marketern auszuwählen, welche Apps für sie als Werbefläche infrage kommen. Die Werber instruieren dem Netzwerk, ihre Werbung auszuwählen - basierend auf Inhalten und dem geografischen Targeting. Die App-Werbung wird unverschlüsselt als Teil der grafischen Benutzeroberfläche angezeigt. Daher haben App-Entwickler auch Zugang zur personalisierten Werbung ihrer Kunden.

Die Same-Origin-Policy, die den Werbeinhalt vor den Entwicklern und anderen Dritten schützt, gibt es für personalisierte Werbung auf Apps nicht. «Menschen verwenden ihr Smartphone für Online-Dating, Banking und soziale Medien jeden Tag. Mobile Geräte sind für die Nutzer sehr intim. Somit ist der Schutz der persönlichen Daten wichtiger als je zuvor», resümiert Meng.

(pep/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Die Nachfrage nach Apps für mobile Endgeräte befindet sich auf einem Allzeithoch. mehr lesen
App-Nutzer sind hochwertige Kunden.
WhatsApp will auch ohne die zusätzlichen Einnahmen  keine Werbung schalten.
München - Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp schafft unter dem Dach von ... mehr lesen
New York - Der Technologiekonzern Apple hat einige Programme, die Werbung blockieren, aus seinem App Store entfernt. Grund sei ... mehr lesen
Apple hat einige Programme, die Werbung blockieren, aus seinem App Store entfernt. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 16
Zum passenden Video dank vitrivr.
«vitrivr»  Informatiker der Universität Basel haben ein Verfahren entwickelt, das eine Suche in Bild- und Videodatenbanken mithilfe von Handskizzen ermöglicht. 
eGadgets Ringe mit NFC-Technologie  Die von Cornetto entwickelten «Commitment Rings» verhindern, dass Pärchen getrennt voneinander Serien über das Streaming-Portal Netflix ...  
Die Commitment Rings werden via Smartphone-App registriert.
WLAN-Patente verletzt  Das renommierte California Institute of Technology (Caltech) wirft dem Technologieriesen Apple vor, WLAN-Patente verletzt zu haben. In einer Klage, in der auch der Chip-Hersteller Broadcom beschuldigt wird, soll der Streit nun vor Gericht ausgefochten werden.  
Katy Perry hat 89 Millionen Follower.
Unbekannter Song veröffentlicht  Katy Perry (31) wurde Opfer eines Internet-Hackers, der ihre Twitter-Seite in Besitz nahm und einen ...  
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 16
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
Basel 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
St. Gallen 14°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 15°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 16°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen freundlich
Genf 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 18°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten