Datenskandal bei der DB: Chef Mehdorn tritt zurück
publiziert: Montag, 30. Mrz 2009 / 13:03 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 31. Mrz 2009 / 07:03 Uhr

Berlin - Der Chef der Deutschen Bahn (DB), Hartmut Mehdorn, hat nach starkem politischen Druck seinen Rücktritt angekündigt. Er übernehme die Verantwortung für die Datenaffäre, unabhängig davon, ob er davon gewusst habe oder nicht.

«Niemand tat Unrechtes»: Hartmut Mehdorn.
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Mehdorn betonte zum Schluss der Bilanzmedienkonferenz in Berlin, dass es in der Datenaffäre und bei der Kontrolle von E-Mails keine strafrechtlich relevanten Vorgänge gegeben habe.

In der aufgeheizten Diskussion sei eine sachliche Aufklärung nicht möglich, sagte der 66-Jährige und beklagte eine Kampagne gegen ihn. Er trage die Gesamtverantwortung und habe deshalb dem Aufsichtsratsvorsitzenden die Auflösung seines Arbeitsvertrages angeboten.

«Wenn überhaupt», dann könne es beim «Datenscreening» zu Ordnungswidrigkeiten gekommen sein, sagte Mehdorn. Die Protokollierung von Adress- und Betreffzeilen habe im Einklang mit einer Betriebsvereinbarung gestanden.

SBB-Chef erteilt Absage

Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Er gehe davon aus, dass noch vor der Sommerpause ein neuer DB-Chef vorgestellt werde, sagte Mehdorn. SBB-Chef Andreas Meyer erteilte Spekulationen deutscher Medien über eine Rückkehr zu seinem früheren Arbeitgeber eine Absage.

Wie ein Sprecher der Schweizerischen Bundesbahnen auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, hegt Meyer «keine Absichten, die Stelle zu wechseln». Meyer gefalle es bei der SBB und in der Schweiz.

Solide Bilanz

Wegen der Daten-Affäre hatten in den letzten Tagen alle drei deutschen Bahngewerkschaften und Politiker von SPD, FDP, Grünen und Linke Mehdorns Abberufung verlangt. Am Freitag hatten die unabhängigen Prüfer der Bahn dem Aufsichtsrat erstmals von der systematischen Kontrolle des E-Mail-Verkehrs der DB-Beschäftigten berichtet.

In der Bilanzmedienkonferenz verwies Mehdorn darauf, dass die DB in den vergangenen Jahren solide aufgebaut worden sei. Die Gewinne 2008 sprächen für sich. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg 2008 um 4,8 Prozent auf 2,48 Mrd. Euro. Unter dem Strich ging der Überschuss von 1,7 auf 1,32 Mrd. Euro zurück. Der Umsatz erreichte 33,5 Mrd. Euro.

(fest/sda)

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