Dauerhafte Massnahmen gegen Feinstaub
publiziert: Mittwoch, 8. Feb 2006 / 17:11 Uhr

Bern - Der Wetterumschwung lässt die Feinstaub-Werte weiter sinken, die Tempobeschränkungen auf den Autobahnen sind aufgehoben worden.

Experten beurteilten die Filterpflicht als dringlichste und wirkungsvollste Massnahme.
Experten beurteilten die Filterpflicht als dringlichste und wirkungsvollste Massnahme.
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Die Luftverschmutzung verschwindet damit aber nicht von der politischen Agenda.

Nach der Aufhebung der umstrittenen Soformassnahmen sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden. Den Kantonsregierungen liegen bereits Vorschläge der Bau-, Planungs- und Umweltschutzdirektoren-Konferenz (BPUK) vor, ein Beschluss soll diese oder nächste Woche fallen.

Laut BPUK-Generalsekretär George Ganz handelt es sich um ein ganzes Massnahmenpaket, das derzeit bei den Kantonen in Konsultation ist: Einerseits sollen die Emmissionen nach unten gedrückt werden. Massnahmen an der Schadstoff-Quelle liegen allerdings vorwiegend in der Zuständigkeit des Bundes.

Partikelfilter-Pflicht für Dieselfahrzeuge

Vorschläge dazu hatte Umweltminister Leuenberger schon Mitte Januar vorgelegt, darunter höhere Emmissionsgrenzwerte und Auflagen für Holzfeuerungen. Unter dem Eindruck der alarmierend ansteigenden Feinstaubwerte regte Leuenberger vergangene Woche zudem eine Partikelfilter-Pflicht für Dieselfahrzeuge an.

Experten beurteilten die Filterpflicht als dringlichste und wirkungsvollste Massnahme gegen den gefährlichen Schwebestaub. Zwar hätten noch nicht alle Kantone zum Entwurf der BPUK-Stellung genommen. Laut Ganz zeichnet sich aber eine grosse Zustimmtung ab.

Wenn die Kantone den BPUK-Entwurf verabschiedet haben, soll er Bundesrat Leuenberger vorgelegt werden. Ein Treffen sei für Ende nächster Woche geplant, sagte Ganz.

Luftdurchmischung dank Kaltfront

Bis dahin dürfte an der Feinstaub-Front Ruhe einkehren: Eine Kaltfront sorgt laut MeteoSchweiz in den nächsten Tagen für eine kräftige Luftdurchmischung, eine neue Inversionslage zeichnet sich nicht ab.

Noch sind die Feinstaub-Werte aber nicht überall unter den Grenzwert gesunken. Mit 104 Mikrogramm besonders hoch ist die Belastung in Magadino. Insgesamt liegen noch 4 der 13 Messstationen über dem Grenzwert, fast alle zeigen aber eine sinkende Tendenz.

(bert/sda)

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