Davos will 14. Spengler-Cup-Sieg
publiziert: Montag, 26. Dez 2005 / 08:28 Uhr

Der 79. Spengler-Cup vermag zwar nicht mit so prominenten Teilnehmern aufzuwarten wie im Vorjahr, aber Sparta Prag, Berlin, Magnitogorsk, das Team Canada und der HCD werden abermals für beste Unterhaltung sorgen.

Arno Del Curto soll ihn bringen - den 14. Sieg im «besten Turnier nach der Weltmeisterschaft».
Arno Del Curto soll ihn bringen - den 14. Sieg im «besten Turnier nach der Weltmeisterschaft».
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Vor einem Jahr durchbrach Sparta Prag erstmals die beinahe schon epische Serie der Finalspiele zwischen dem HC Davos und dem Team Canada, unterlag den Bündnern jedoch am Silvestertag 0:2.

Und mit der Reprise des letztjährigen Endspiels beginnt am Stephanstag der Spengler-Cup 2005.

Von den Erfolgen des letzten Jahres sind die Tschechen heuer jedoch weit entfernt. Nach dem enttäuschenden Scheitern im Playoff-Viertelfinal in der Vorsaison wurde Trainer Slavomir Lener durch Jaromir Sindel ersetzt.

Kein Erfolg

Unter dem früheren tschechoslowakischen Internationalen fand das Team aber nicht zum Erfolg zurück, so dass Sindel im November entlassen wurde.

Mit Frantisek Vyborny, dem Meistertrainer von 2000, rutschte Sparta in der Tabelle allerdings noch weiter ab.

Derzeit liegt der sechsfache Meister nur im 12. Rang mit 28 Punkten Rückstand auf den Leader und Stadtrivalen Slavia Prag. Gleichwohl stellt Sparta mit Petr Ton und Jan Marek die beiden besten Skorer der Extraliga.

Deutlicher Vorsprung für Magnitogorsk

Deutlich besser läufts Metallurg Magnitogorsk, das im Frühjahr wie Sparta als Qualifikationszweiter in Russland schon im Viertelfinal gescheitert war.

Der letztjährige Vierte des Spengler-Cups führt in der Landesmeisterschaft nach einer Serie von zehn Siegen mit deutlichem Vorsprung vor Lokomotive Jaroslawl.

Star des Teams ist der erst 19-jährige Jewgeni Malkin, der in bisher 32 Partien 15 Tore und 20 Assists beisteuerte und damit bester Skorer der Liga ist.

Der Nummer-2-Draft des Jahres 2004 weilt allerdings trotz der den Davoser Organisatoren zugesicherten Präsenz mit der russischen U20-Nationalmannschaft an der WM in Kanada.

Prominent besetztes Kader

Selbst ohne seinen Star Malkin verfügt Metallurg über ein prominent besetztes Kader: Der 34-jährige Dimitri Juschkiewitsch spielte über 850 NHL-Partien und gehört noch immer zu den besten Verteidigern.

Im Kader stehen auch aufstrebende Spieler wie Alexej Kajgorodow, der letztes Jahr im All-Star-Team des Spengler-Cups stand, und vor allem Stanislaw Tschistow.

Der 22-jährige Stürmer ist nach Malkin der beste Skorer im Team von Magnitogorsk und wurde vor vier Jahren im NHL-Draft von Anaheim als Nummer 5 gezogen.

Auch an der Bande steht ein bekanntes Gesicht. Der Kanadier Dave King ersetzte den nach dem Playoff-Out gechassten Marek Sykora. Der 57-jährige frühere Selektionär Kanadas ist der erste nordamerikanische Coach in der russischen Liga.

Ex-Ambri-Trainer für die Bären

Wie Davos und Magnitogorsk liegen die Eisbären Berlin an der Spitze der nationalen Meisterschaft.

Der hier zu Lande bekannteste Name steht im «Wellblechpalast» an der Bande. Pierre Pagé, der frühere Trainer vom Ambri, ist seit drei Jahren Chefcoach der Berliner und führte das Team in der vergangenen Saison zum 16. Meistertitel.

Bester Skorer der Eisbären ist mit 11 Toren und 25 Assists Steve Walker, einer von elf Nordamerikanern im Team.

Revanche für Pöpperle?

Deron Quint, der die Saison mit Kloten begann, dann aber wegen seines Offensivgeists und defensiven Schlendrians am Schluefweg nicht mehr erwünscht war, kehrt mit den Berlinern für eine Woche in die Schweiz zurück.

Für Goalie Thomas Pöpperle kommt es zu einem besonderen Duell. Der 21-Jährige stand im vergangenen Jahr mit Sparta Prag im Final des Turniers und wurde auf diese Saison von den Tschechen nach Deutschland ausgeliehen.

Schweizer Verstärkung

Ausserdem dürften sich die Berliner mit fünf in der Schweiz engagierten Schweizer Spielern verstärken.

Praktisch sicher sind die Einsätze von Aris Brimanis (Kloten), Sébastien Reuille und Jukka Hentunen (beide Lugano) sowie des wieder genesenen Olivier Keller (Basel).

Falls der Luganese Julien Vauclair rechtzeitig fit wird, soll auch der Nationalverteidiger mit den Eisbären zusätzliche Spielpraxis erwerben.

Wie schlägt sich Kanada?

Als die übliche Wundertüte dürfte sich das Team Canada entpuppen.

Zumindest die bis jetzt engagierten Stürmer sind durchwegs bei Schweizer Klubs angestellt, unter ihnen auch der aktuelle NLA-Topskorer Glen Metropolit, der von seinen Luganeser Teamkollegen Ryan Gardner und Jason York begleitet wird.

Mit Jeff Toms, Hnat Domenichelli und Jean-Guy Trudel stellt auch Ambri-Piotta ein Trio in der populären kanadischen Auswahl, deren Vorgängerinnen den Spengler-Cup schon zehnmal gewonnen haben.

Keine leichte Aufgabe für den HCD

Dem 13-fachen Turniersieger HC Davos wird die sechste aufeinander folgende Final-Qualifikation im «besten Turnier nach der Weltmeisterschaft» (Arno Del Curto) nicht leicht gemacht.

Erfolge in der Altjahrswoche im Landwassertal gelten jedoch als gute Omen für den HCD. In der Saison 2001/02 wie auch im vergangenen Winter wurden die Bündner nach dem Triumph im Spengler-Cup jeweils Schweizer Meister.

In dieser Saison haben die Bündner allerdings die zusätzlichen Strapazen des Europaen Champions Cup in St. Petersburg zu verkraften.

Dafür engagierten sie zusätzlich zu den üblichen Verstärkungsspielern Timo Pärssinen, Barry Richter, Janne Niskala (alle Zug) und Timmo Miettinen (SCL Tigers) noch den Langnauer Verteidiger Oscar Ackeström bis nach dem Turnier in Russland.

(Sascha Rhyner /Si)

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