Debatte in Indien nach Serie von Massenvergewaltigungen
publiziert: Dienstag, 9. Okt 2012 / 17:05 Uhr
Die einflussreiche Chefin der Kongresspartei, Sonia Gandhi, besuchte eines der Opfer.
Die einflussreiche Chefin der Kongresspartei, Sonia Gandhi, besuchte eines der Opfer.

Neu Delhi - Eine Serie von Massenvergewaltigungen hat in Indien eine Debatte über die Sicherheit von Frauen und ihren Status ausgelöst. Innerhalb eines Monats gab es im Bundesstaat Haryana ein Dutzend Fälle, bei denen meist mehrere junge Männer oft minderjährige Mädchen verschleppten.

Drahtlose Alarmanlagen für garantierte Sicherheit und perfekten Einbruchschutz
SEKENTA AG
Hanfländerstrasse 53
8640 Rapperswil
2 Meldungen im Zusammenhang
Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die schreckliche Serie am Wochenende, als sich ein 16 Jahre altes Mädchen mit Benzin übergoss und anzündete. Auf dem Sterbebett im Spital erzählte die junge Frau, zwei Jungen aus ihrer Nachbarschaft hätten sie vergewaltigt, wie lokale Medien berichteten.

Der erste Vorfall war Mitte September ans Licht gekommen, als der Vater eines vergewaltigten Mädchens Selbstmord beging. Seitdem wurden zahlreiche weitere Opfer gezählt.

Die Regierung des Bundesstaates setzte ein Komitee ein, das die Übergriffe untersuchen soll. Die lokale Frauenministerin, Krishna Tirath, forderte schnelle Gerichtsverfahren und landesweite Programme für eine grössere Sicherheit von Frauen.

Gandhi setzt Zeichen

Die Chefin der Kongresspartei, Sonia Gandhi, reiste am Dienstag in das nordindische Sachhakhera zur Familie eines der Opfer und forderte «die heftigste Strafe», wie die Nachrichtenagentur IANS berichtete.

Gandhi, die zum mächtigen Gandhi-Nehru-Clan gehört und als Indiens heimliche Herrscherin gilt, setzte mit ihrer Reise ein Zeichen. Sie machte klar, dass diese Übergriffe nicht nur in Haryana, sondern überall im Land aufhören müssten. «Ich kritisiere diese Vorgänge in stärkster Weise», sagte sie laut IANS.

Geschlechterverhältnis als Ursache

Indische Frauenrechtlerinnen machten auf das Geschlechterverhältnis in Haryana verantwortlich - auf 1000 Männer kämen wegen der häufigen Tötung von weiblichen Föten nur 830 Frauen.

«Das Geschlechterverhältnis in Haryana ist so schlimm, dass Jungs keine Mädchen für die Heirat finden», sagte eine Sprecherin der Indischen Demokratischen Frauenvereinigung AIDWA dem Fernsehsender CNN-IBN. «Solche Faktoren schaffen eine Umgebung, die nicht sicher ist für Frauen.»

Eine lokale, einflussreiche Gruppe forderte, das Heiratsalter zu senken, um die Vergewaltigungen zu verhindern. «Jungs und Mädchen sollten mit 16 Jahren verheiratet sein, damit sie nicht herumstreunen», sagte einer ihrer Sprecher der Zeitung «The Hindu». Tirath wies diese Ideen als «lächerlich» zurück.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neu Delhi - Als Reaktion auf die tödliche Vergewaltigung einer jungen Inderin ... mehr lesen
«Es müsste klare Gesetze für die Täter geben. Sie müssten unverzüglich bestraft werden», so der Bollywoodstar.
Drahtlose Alarmanlagen für garantierte Sicherheit und perfekten Einbruchschutz
SEKENTA AG
Hanfländerstrasse 53
8640 Rapperswil
Sicherheitstechnik Alarmanlagen Dienstleistungen Ausrüstung und Schulungen
McDonald's-Filiale in Peking - hier bekommen die Gäste nur noch Fisch.
McDonald's-Filiale in Peking - hier bekommen die ...
Folgen des Gammelfleisch-Skandals  Shanghai - Nach dem Gammelfleischskandal bei einem McDonald's-Zulieferer in Shanghai müssen chinesische Fastfood-Fans in manchen Filialen auf Klassiker der Imbisskette verzichten. In Peking waren in einem Schnellrestaurant im Stadtzentrum keine Poulet-, Rind- oder Schweinefleischburger mehr zu haben, sondern nur noch Fischgerichte. 
McDonald's in Japan. (Symoblbild)
McDonald's Japan: Kein Pouletfleisch aus China Tokio - Nach dem Fund von Gammelfleisch bei einem McDonald's-Zulieferer in Shanghai stoppt der japanische Zweig der ...
Belgien  Brüssel - Zwei Monate nach den Todesschüssen im Jüdischen Museum in Brüssel ist der mutmassliche Attentäter von den französischen Behörden an Belgien überstellt worden. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Dienstag unter Berufung auf Justizkreise.  
Verdächtiger bekennt sich zu Anschlag von Brüssel Paris - Gut eine Woche nach dem Angriff auf das Jüdische Museum in Brüssel mit vier Toten ist in ...
Das Jüdische Museum in Brüssel. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
Eine schwer verletzte Person wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen. (Symbolbild)
Unglücksfälle Schweizer Reisecar war auf Rückreise aus Norwegen Bern/Kopenhagen - In Norwegen ist am ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 11°C 13°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Basel 11°C 14°C bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
St.Gallen 13°C 16°C bedeckt, Gewitter, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Bern 15°C 18°C bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Luzern 15°C 20°C bedeckt, Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Genf 14°C 19°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 17°C 22°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten