Deby bleibt wie erwartet Präsident im Tschad
publiziert: Montag, 15. Mai 2006 / 07:25 Uhr

Djamena - Im Tschad bleibt Präsident Idriss Deby wie erwartet für weitere fünf Jahre im Amt.

Idriss Deby ist in Tschad seit 1990 an der Macht.
Idriss Deby ist in Tschad seit 1990 an der Macht.
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Nach Angaben der Wahlkommission wurde Deby bei der Wahl am 3. Mai mit 77,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Der 54-jährige Staatschef, der seit 1990 an der Macht ist, setzte sich damit im ersten Wahldurchgang durch. Debys vier Gegenkandidaten, darunter Mitglieder seiner eigenen Regierungskoalition, waren bereits im Vorfeld wenig Chancen eingeräumt worden.

Als Zweitplatzierter kam der ehemalige Regierungschef Kassiré Coumakoye gerade mal auf knapp neun Prozent der Stimmen, Dritter wurde Landwirtschaftsminister Albert Pahimi Padacké mit mehr als fünf Prozent. Laut Wahlkommission lag die Wahlbeteiligung bei rund 61 Prozent. Insgesamt 5,7 Millionen Menschen waren stimmberechtigt.

Die Opposition war dem Urnengang geschlossen ferngeblieben aus Protest darüber, dass die Wahl weder frei noch fair sei. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie das Verfassungsreferendum boykottiert, das Deby die Kandidatur für eine dritte Amtszeit ermöglichte.

Rebellenangriff abgewehrt

Drei Wochen vor dem Wahltag hatten Regierungstruppen den Vormarsch tschadischer Rebellen auf die Hauptstadt N´Djamena abgewehrt. Vergeblich hatten die USA sowie die Afrikanische Union (AU) Deby daraufhin zu einer Verschiebung der Wahl aufgerufen.

Zwischen dem Tschad und dem Sudan schwelt seit Jahren ein Konflikt: Die Regierung in N´Djamena beschuldigt das Nachbarland, tschadische Rebellen zu unterstützen. Der Tschad grenzt im Osten an die sudanesische Krisenregion Darfur, die seit 2003 von einem Bürgerkrieg erschüttert wird.

(fest/sda)

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