Défago und Albrecht mit Medaillenchancen
publiziert: Dienstag, 14. Feb 2006 / 14:51 Uhr

Bode Miller steht in der Kombination auf der Pole-Position. Der Amerikaner fuhr in der Abfahrt Bestzeit vor Didier Défago und distanzierte die Slalom-Spezialisten um mindestens 1,6 Sekunden.

Didier Défago legte einen starken ersten Lauf hin.
Didier Défago legte einen starken ersten Lauf hin.
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Wie Défago hat auch Daniel Albrecht noch Medaillenchancen.

Mit seiner ausgezeichneten Fahrt hat sich Défago in eine sehr gute Ausgangslage gebracht - obwohl ihn der Umstand, dass die olympische Kombination letztmals zwei Slalom-Läufe beinhaltet, natürlich benachteiligt.

Dass der Walliser aber auch Slalom fahren kann, hatte er unter anderem im Dezember in Val d´Isère gezeigt, als ihm der Sieg wegen einer zu hohen Bindungsplatte nachträglich abgesprochen wurde.

Défago gibt sich mit Blick auf eine Medaille jedenfalls zuversichtlich. «Ich habe meine Chance, zumal der Slalom-Hang längst nicht so schwierig ist wie etwa in Wengen oder in Kitzbühel.»

Grober Schnitzer

In Chamonix in vergleichbarem Gelände hatte Défago im einen Slalom- Lauf der Super-Kombination beispielsweise auf Benjamin Raich eine knappe Sekunde eingebüsst. Den Pitztaler liess er diesmal in der Abfahrt um 1,7 Sekunden hinter sich.

Raich, der in diesem Winter die Super-Kombinationen in Wengen und Chamonix sowie die klassische Kombinationswertung in Kitzbühel gewann, und deshalb als Top-Favorit gehandelt wurde, büsste den Grossteil seines überraschend grossen Rückstands durch einen groben Schnitzer im oberen Streckenteil ein.

Albrechts Steigerung

Eine ausgezeichnete Leistung zeigte auch Daniel Albrecht. Der Walliser, der schon im Abschlusstraining steigende Tendenz gezeigt hatte, liegt nur zwei Hundertstel hinter Raich.

Mit 1,8 Sekunden Rückstand auf Défago darf auch Albrecht Richtung Spitzenplatz schielen. Zum Vergleich: Vor zehn Tagen in Chamonix hatte Albrecht auf Défago noch 2,7, auf Raich beinahe 3 Sekunden eingebüsst.

Gut hielt sich auch Marc Berthod. Der Bündner, der die gleichen Ski (Nordica) fährt wie Albrecht, deutete mit gut 2,8 Sekunden Rückstand an, dass die Abstimmungsprobleme noch rechtzeitig behoben werden konnten. Gleiches lässt sich von Silvan Zurbriggen nicht sagen. Der Walliser war nur unwesentlich schneller als Berthod.

Kann Miller den Bann brechen?

Für Miller ist mit Blick auf den Olympiasieg die Rechnung schnell gemacht. Kommt der Amerikaner ohne grössere Fehler durch, dürfte ihm Gold nicht zu nehmen sein.

Allerdings liess der Kombinations- Weltmeister von 2003 in diesem Winter in dieser Sparte jegliche Sicherheit vermissen. In sieben Slaloms kam er nur gerade zweimal ohne schlimmere Patzer durch, respektive holte er sich Weltcup- Punkte.

Gute Medaillenchancen haben auch Rainer Schönfelder, der in dieser Saison in den Super-Kombinationen in Val d´Isère und in Chamonix jeweils Zweiter war, und etwas unerwartet Ivica Kostelic, der Slalom-Weltmeister von 2003.

Aamodt mit Knieproblemen

Nicht am Start war Kjetil André Aamodt, der Olympiasieger von 2002.

Dem Norweger bereitet das linke Knie, das er sich am Sonntag in der Spezialabfahrt verletzt hatte, nach wie vor Probleme.

Aamodt hofft nun, am Samstag den Super-G bestreiten zu können. In dieser Disziplin hatte er in Salt Lake City ebenfalls Gold gewonnen - zum zweiten Mal nach 1992.

Olympia-Kombination der Männer. Der Stand nach der Abfahrt:
1. Bode Miller (USA) 1:38,36. 2. Didier Défago (Sz) 0,32 zurück. 3. Peter Fill (It) 0,86. 4. Aksel Lund Svindal (No) 0,90. 5. Michael Walchhofer (Ö) 1,16. 6. Lasse Kjus (No) 1,27. 7. Andrej Sporn (Sln) 1,31. 8. Manuel Osborne-Paradis (Ka) 1,33. 9. Rainer Schönfelder (Ö) 1,66. 10. Scott Mcartney (USA) 1,70. 11. Steven Nyman (USA) 1,83.

Ferner: 13. Benjamin Raich (Ö) 2,06. 14. Ivica Kostelic (Kro) 2,08. 15. Daniel Albrecht (Sz) 2,11. 24. Mario Matt (Ö) und Silvan Zurbriggen (Sz) 2,72. 26. Markus Larsson (Sd) 2,86. 28. Marc Berthod (Sz) 2,88. 31. Giorgio Rocca (It) 3,03. 32. Ted Ligety (USA) 3,06.

(rr/Si)

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