Deiss erwartet kranke Wildvögel
publiziert: Mittwoch, 22. Feb 2006 / 17:29 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 23. Feb 2006 / 08:38 Uhr

Bern - Die Vogelgrippe hat die Schweiz noch nicht erreicht.

Bundesrat Deiss rechnet damit, dass erkrankte Vögel schon bald die Schweiz erreichen.
Bundesrat Deiss rechnet damit, dass erkrankte Vögel schon bald die Schweiz erreichen.
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Der zuständige Volkswirtschaftsminister Joseph Deiss rechnet aber damit, dass demnächst auch hierzulande kranke Wildvögel entdeckt werden. Alle bisher an Zugvögeln und verendeten Wildvögeln entnommenen Proben seien negativ, sagte Deiss vor den Bundeshausmedien. Von 56 tot aufgefundenen Wasser- und Singvögeln sei keiner an der Seuche gestorben. Es sei bis heute in ganz Europa noch kein Nutzgeflügel betroffen. Auch sei das Virus nicht auf Menschen übergesprungen.

Information am Freitag

Deiss rief zu einem sorgfältigen Umgang mit toten Vögeln auf, warnte aber gleichzeig vor unnützer Panik. Die zuständigen Bundesämter für Veterinärwesen (BVET) und Gesundheit (BAG) wollen, falls vorher kein Vogelgrippe-Fall auftaucht, am Freitag über die Lage orientieren.

Die Ankündigung der EU, Impfungen von Nutzgeflügel in Frankreich und den Niederlanden zuzulassen, wurde von der Schweiz vorsichtig aufgenommen. Der Bund behält sich Massnahmen gegen den Import von Fleisch und Eiern solcher Tiere vor, wie Cathy Maret, Sprecherin des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), auf Anfrage sagte.

Labels anpassen

Das BVET werde die von der EU verfügten Handelseinschränkungen unter die Lupe nehmen. Dabei gehe es darum zu analysieren, welche Garantien die betroffenen Geflügelproduzenten in Frankreich und den Niederlanden geben könnten. Genügten die Auflagen nicht, werde der Bund Massnahmen prüfen.

BVET-Direktor Hans Wyss zieht zudem in Betracht, die Deklaration von Labelprodukten anzupassen, falls das Freilandverbot für Hühner zum Dauerzustand würde. Momentan sei dies aber nicht nötig, da man immer noch davon ausgehe, dass die Stallpflicht vorübergehend sei, sagte er in einem Interview in der Zeitung «Schweizer Bauer» vom Mittwoch.

Als «mögliche Stossrichtung» bezeichnete Wyss eine örtlich begrenzte Stallpflicht, wie sie Italien kennt. Dazu sei aber ein gutes Frühwarnsystem bei den Wildvögeln notwendig. Dieses werde derzeit aufgebaut.

(sda)

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