Deiss und Portman wollen Beziehungen nicht aufgeben
publiziert: Donnerstag, 26. Jan 2006 / 22:15 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Jan 2006 / 23:42 Uhr

Davos - Joseph Deiss und Robert Portman wollen weiter über eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit der Schweiz und der USA verhandeln.

«Zwischen den beiden Ländern gibt es viel Potenzial», sagte Joseph Deiss in Davos.
«Zwischen den beiden Ländern gibt es viel Potenzial», sagte Joseph Deiss in Davos.
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Man wolle das in sehr guten Diskussionen Erreichte nicht preisgeben, sagte Portmann in einer WEF-Diskussionsrunde.

«Zwischen den beiden Ländern gibt es viel Potenzial», sagte Wirtschaftsminister Joseph Deiss in Davos. Ob die Verhandlungen zu einem eigentlichen Freihandelsabkommen oder einer verstärkten Kooperation führen, lasse sich aber noch nicht sagen.

Die Landwirtschaft werde den Gang der Verhandlungen bestimmen. Die Amerikaner wünschten ein vollumfängliches Freihandelsabkommen, das den Agrarsektor einschliesse. «Wir dagegen verlangen mehr Flexibilität, etwa für sensible Produkte-Kategorien», sagte Deiss.

Gegenüber Radio DRS sagte er, es müsse nun rasch geklärt werden, über welche Bereiche verhandelt werde. Wolle man Verhandlungen aufnehmen, wäre es gut, bis im Frühling zu wissen, woran man sei. Dies zu klären, sei aber ohne Zeitdruck machbar.

Verhandlungen auf Kurs

Trotz der Differenz bei der Landwirtschaft seien die Verhandlungen auf Kurs. Gentech-Produkte und Hormonfleisch etwa seien keine «Killing Points». Darüber lasse sich mit den an Handelsbeziehungen mit der Schweiz interessierten Amerikanern reden und nach Lösungen suchen.

Die Idee eines Freihandelsabkommens der Schweiz mit den USA wurde im vergangenen Sommer lanciert. Nachdem der Bundesrat vergangene Woche weitere Abklärungen verlangt hatte, anstatt ein Verhandlungsmandat zu erteilen, war auf verschiedenen Seiten von einer Totgeburt die Rede.

«Solche Diskussionen brauchen Zeit, haben Sie Verständnis dafür», forderte der US-Handelsbeauftragte Robert Portman. Er und Deiss wollen vor Ende des WEF am kommenden Sonntag nochmals zusammenkommen. Kommt es auf Bündner Boden nicht zu einer Einigung, sollen die Diskussionen in den nächsten Wochen fortgesetzt werden.

(bert/sda)

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