Globale Epidemie
Demenz: Bis 2050 rund 135 Mio. Patienten erwartet
publiziert: Donnerstag, 5. Dez 2013 / 12:29 Uhr
Derzeit entfallen 38 Prozent der Erkrankungen auf reiche Länder.(Symbolbild)
Derzeit entfallen 38 Prozent der Erkrankungen auf reiche Länder.(Symbolbild)

London - Die Anzahl der Menschen, die weltweit mit einer Demenz leben, wird sich bis zum Jahr 2050 laut einer neuen Analyse von Alzheimer's Disease International verdreifachen.

8 Meldungen im Zusammenhang
Derzeit leiden rund 44 Mio. Menschen an dieser Krankheit, bis 2050 werden es geschätzte 135 Mio. Menschen sein. Die Zahlen wurden im Vorfeld des am 11. Dezember in London stattfindenden ersten G8-Gipfels zum Thema Demenz veröffentlicht.

Epidemie zeichnet sich ab

In Grossbritannien erhält die Demenzforschung ein Achtel der Mittel, die für Krebs ausgegeben werden. Hilfsorganisationen zufolge ist das zu wenig. Alzheimer's Disease International erwartet, dass das Ansteigen der Lebenserwartung zu einem starken Anstieg der Erkrankungen in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen führen wird.

Besonders stark betroffen werden Südostasien und Afrika sein. Derzeit entfallen 38 Prozent der Erkrankungen auf reiche Länder. Diese Verteilung soll sich laut Voraussagen bis 2050 deutlich verändern. Dann leben 71 Prozent der Erkrankten in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen. Die aktuelle Studie geht davon aus, dass die meisten Regierungen auf diese Epidemie vollkommen unvorbereitet sind.

Forschung bleibt essenziell

Laut Marc Wortmann von Alzheimer's Disease International handelt es sich um eine globale Epidemie, die immer schlimmer zu werden scheint. In Zukunft werde die Anzahl der älteren Menschen sehr stark zunehmen. Jeremy Hughes von der Alzheimer's Society betont, dass Demenz sehr rasch zur grössten Herausforderung in den Bereichen Gesundheit und Soziales dieser Generation wird.

"Der G8-Gipfel ist eine Chance. Nach den Gesprächen müssen auch Taten folgen", fordert Hughes. Rebecca Wood von Alzheimer's Research UK argumentiert, dass die Anzahl der Betroffenen alarmierend ist. Forschung könne aber einen entscheidenden Einfluss haben. "Könnte das Einsetzen von Alzheimer um fünf Jahre verzögert werden, würde sich die Anzahl der Menschen, die mit dieser Krankheit sterben, halbieren und damit das Leben von Millionen Menschen verändern."

(ig/pte)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Stanford - Forscher der Stanford ... mehr lesen
Die Forscher hoffen auf einen Ansatz zur Behandlung von Demenzerkrankungen.(Symbolbild)
London - 300.000 Briten werden an der grössten Studie zu kognitiven Funktionen teilnehmen. Mit der vom Medical Research Council finanzierten Studie soll vorhergesagt werden, welche Faktoren Demenzrisiken erhöhen. mehr lesen 
Folgen von Demenz.
Cambridge - Die App «FaceDementia» lässt Facebook-User nachempfinden, wie es ist, mit einer Demenz zu leben. Das Ziel von Alzheimer's Research UK ist es, die Menschen mehr für diese Krankheit ... mehr lesen
Baltimore - Ein bisschen Koffein ... mehr lesen
Schutzeffekt gegen Gedächtnisschwund?
London/Berlin - Demenz ist einem aktuellen Bericht zufolge stärker verbreitet als bisher angenommen - und die Zahl der Betroffenen soll bis zum Jahr 2050 weiter drastisch steigen. Dies ausgerechnet in Ländern, die nicht auf die Pflege mit den Betroffenen vorbereitet sind. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Eine Analyse von 300 Patienten zeigt, dass die Denkfähigkeit sich erheblich verbessert.(Symbolbild)
Melbourne - Demenzpatienten, die trainieren, verbessern ihre Denkfähigkeit und ihr Alltagsleben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Alberta, die für die Cochrane ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Sorge bereite die Zunahme der Todesfälle wegen Überdosierungen in einigen Ländern.
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die ... mehr lesen  
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus zur Förderung der Knochenentwicklung zu den wichtigen Vorgängen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 10°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 11°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 15°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 11°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 14°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 15°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Lugano 11°C 13°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten