Demo gegen Regierung Prodi
publiziert: Samstag, 2. Dez 2006 / 19:52 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Dez 2006 / 20:20 Uhr

Rom - Mehrere hunderttausend Demonstranten des Mitte-Rechts-Lagers haben in Rom gegen die Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi protestiert. Die Veranstalter sprachen sogar von über einer Million Teilnehmenden.

Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi rief zum Sturz der Regierung auf.
Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi rief zum Sturz der Regierung auf.
Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi, der erst kürzlich einen körperlichen Zusammenbruch erlitten hatte, rief zum Sturz der Regierung auf. «Wir wollen so schnell wie möglich wieder an die Macht kommen», rief Berlusconi den Demonstranten vor der Lateranbasilika zu.

«Wir wollen die Regierung nach Hause schicken.» Prodi und die seit Mai regierende Mitte-Links-Koalition hätten «das Vertrauen der Bürger in den Staat zerstört». Zudem «verschleudert sie die Ressourcen und beschneidet die Freiheit von uns allen».

Der 70-jährige Oppositionsführer, der erst Mittwoch das Spital verlassen hatte, erneuerte seinen Verdacht, dass es bei den Parlamentswahlen im April Wahlbetrug gegeben habe könnte. «Lasst uns die erneute Zählung aller Stimmzettel verlangen», rief er der Menge zu.

«Gegen die Regierung der Steuern»

Die Demonstration stand unter dem Motto «Gegen die Regierung der Steuern». Das Berlusconi-Lager wirft Prodi vor, entgegen seinem Wahlversprechen die Steuern erhöht zu haben. Aus dem ganzen Land waren Demonstranten mit Sonderzügen und Bussen nach Rom gekommen.

An dem Protest beteiligten sich die Berlusconi-Partei Forza Italia, die Nationale Allianz unter Vorsitz von Ex-Aussenminister Gianfranco Fini sowie die populistische Lega Nord unter Vorsitz von Umberto Bossi.

Prodi gelassen

Prodi meinte, die Demonstration bereite ihm «keine Sorgen». Er sagte in Bologna: «Die Entscheidungen der Regierung sind im Interesse aller Italiener, auch derjenigen, die jetzt demonstrieren.»

Die Regierung begründet ihren Sparkurs unter anderem damit, dass die staatliche Verschuldung nach fünf Jahren Berlusconi-Regierung wieder unter die von der EU geforderte Höchstgrenze fallen müsse.

(fest/sda)

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