Demokraten erobern Mehrheit im Senat
publiziert: Donnerstag, 9. Nov 2006 / 22:20 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Nov 2006 / 22:59 Uhr

Washington - Die US-Demokraten dominieren wieder beide Parlamentskammern in Washington, Repräsentantenhaus und Senat.

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Zuletzt gestand der republikanische Senator in Virginia, George Allen, seine Niederlage gegen den Herausforderer Jim Webb ein.

Er sehe keine Möglichkeit mehr, den knappen Vorsprung des demokratischen Kandidaten aufzuholen, sagte Allen in Richmond.

Er kündigte an, das Ergebnis nicht anzufechten und auf eine Neuauszählung der Stimmen zu verzichten.

Webb hatte bei der Wahl am Dienstag einen hauchdünnen Vorsprung von etwa 7000 Stimmen erlangt.

Mehrheit in beiden Kammern

Mit dem Senatssitz in Virginia haben die Demokraten im künftigen Senat die entscheidende Mehrheit von 51 der 100 Stimmen - die beiden unabhängigen Kandidaten Joseph Lieberman, ein erklärter Irak-Krieg-Befürworter aus Connecticut, und Bernie Sanders in Vermont eingeschlossen.

Im Repräsentantenhaus werden die Demokraten nach vorläufigen Ergebnissen künftig 229 Sitze innehaben, die Republikaner halten 197 Sitze. Neun Mandate sind noch offen.

Eine ähnliche Hängepartie wie in Virginia hatte es in Montana gegeben, wo sich der Demokrat Jon Tester mit weniger als 3000 Stimmen Vorsprung gegen den republikanischen Amtsinhaber Conrad Burns durchsetzte. Auch dieser räumte seine Niederlage ein.

Bush wird zur «lahmen Ente»

Unabhängig vom endgültigen Wahlergebnis stand zu erwarten, dass Präsident George W. Bush angesichts der erstarkten Demokraten die beiden letzten Jahre seiner Amtszeit als so genannte lahme Ente («lame duck») regieren wird.

Bush lud die Demokratin Nancy Pelosi, die als erste Frau in der Geschichte der USA Präsidentin des Repräsentantenhauses wird, zu einem Arbeitsessen ins Weisse Haus ein. Ausserdem wollte er nach eigenen Angaben führende Demokraten über die neuesten Entwicklungen im Irak informieren.

Im Wahlkampf hatten sich Bush und Pelosi noch bitter bekämpft und gegenseitig beleidigt. Nun wird die linksliberale Pelosi die mächtigste Gegenspielerin des Präsidenten sein. Ein Thema des Treffens war auch der umstrittene Irak-Einsatz.

(bert/sda)

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