Demokraten setzen Bush mit Irak-Dilemma unter massivem Druck
publiziert: Donnerstag, 4. Sep 2003 / 11:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Sep 2003 / 18:22 Uhr

Washington - Offenbar fürchtet US-Präsident George W. Bush die kommenden Monate. Seine politischen Gegner nutzen - neben dem Thema der relativ hohen Arbeitslosigkeit - zunehmend das Dilemma im Irak als Wahlkampf-Munition.

Für Bush hagelt es von allen Fronten Krisenberichte. Der blutige Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern dauert an. In Afghanistan wird wieder heftig gekämpft. Nordkorea will weiter an der Atombombe bauen. Und im Irak bleibt die Lage nach zahlreichen Bombenanschlägen desolat und brandgefährlich.

Nun sucht Bush internationale Hilfe bei den Vereinten Nationen.

Im Visier haben die Amerikaner weniger die verbündeten Kritiker wie Deutschland oder Frankreich. Eine neue UNO-Resolution soll vor allem den Weg ebnen, damit wenigstens Truppen aus Indien, der Türkei oder Pakistan im Irak Verantwortung übernehmen.

Nicht zuletzt hofft Washington, dass eine neue UNO-Resolution auch Paris und Berlin dazu bringen könnte, administrative und finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau des Irak zu leisten. Auch die Vorbereitung freier Wahlen wären aus US-Sicht in internationalen Händen denkbar.

Vorbehalte gegen UNO-Kommando

Haupthindernis für eine UNO-Beteiligung im Irak bleiben die Vorbehalte der US-Militärs, unter einem UNO-Kommando operieren zu müssen.

Der stellvertretende US-Aussenminister Richard Armitage hatte vergangene Woche zwar Kompromissbereitschaft angedeutet.

Eine der Ideen, die geprüft würden, sei eine "multinationale Truppe unter UNO-Führung, aber mit einem amerikanischen Kommandanten".

Schlechte Ausgangslage

Bush weiss, dass die grosse Zustimmung zu dem Waffengang im Irak in den USA 14 Monate vor der Präsidentschaftwahl zunehmend bröckelt.

Selbst republikanische Parteifreunde kritisieren den Mangel an Soldaten und Geld, um den Irak wirksam zu kontrollieren und das Leben zu normalisieren.

Die Initiative zur deutlichen Einbindung der UNO im Irak wäre, wenn für die amerikanischen Militärs akzeptabel - fast ein Königsweg für den bedrängten Bush.

(Laszlo Trankovits/dpa)

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