Demokratischer US-Senator macht Bush neue Vorwürfe
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2003 / 23:50 Uhr

Washington - Die Affäre rund um falsche Geheimdienstinformationen zu Irak erhält ein neues Kapitel. Ein führender demokratischer US-Senator macht dem Weissen Haus neue Vorwürfe.

US-Senator Carl Levin kritisiert Bush.
US-Senator Carl Levin kritisiert Bush.
Die inzwischen zurückgenommene Behauptung, dass Irak sich in Afrika um Uran bemüht habe, sei nur ein Teil eines ganzen Netzes von Übertreibungen und irreführenden Erklärungen, sagte Carl Levin in Washington. Die Feststellung, es handle sich bei der Uran-These um einen Einzelfall, sei irreführend.

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush erneut die Verwendung dubiosen Geheimdienstmaterials zur Rechtfertigung des Irak-Kriegs verteidigt. Die Geheimdienstinformationen, die ich bekomme, sind verdammt gut, sagte er. Die Reden, die er gehalten habe, hätten sich auf gute Geheimdienstinformationen gestützt.

Dem Geheimdienst CIA seien erst nach seiner Rede an die Nation vom Januar Zweifel an der damals angeführten Uran-These gekommen. CIA-Chef George Tenet hatte dagegen am Freitag gesagt, diese Passage hätte nicht in der Rede auftauchen dürfen.

Zu den US-Soldaten, die sich noch in Irak befinden, erklärte das Pentagon, dass ihre für spätestens September geplante Rückkehr verschoben werde. Grund dafür sei die prekäre Sicherheitslage. Wie das Pentagon bestätigte, ist nunmehr frühestens Ende Herbst mit einer Heimkehr zu rechnen.

Die Dauer der US-Truppenpräsenz in Irak hängt nach den Worten des US-Verwalters in Irak, Paul Bremer, von den Irakern ab. Wie lange die Koalition bleibt, liegt nun in den Händen der Iraker, sagte Bremer auf einer Pressekonferenz in Bagdad.

Erst müsse der interimistische Regierungsrat eine Verfassung ausarbeiten, anschliessend müssten Wahlen stattfinden und eine Regierung gebildet werden. Beobachter gehen davon aus, dass dieser Prozess frühestens in der zweiten Hälfte des Jahres 2004 abgeschlossen sein könnte.

(bert/sda)

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