Demonstranten fordern Dschihad gegen USA
publiziert: Mittwoch, 2. Apr 2003 / 20:38 Uhr

Quetta - Auf Anti-Kriegs-Kundgebungen in Ländern der moslemischen Welt sind erneut Rufe nach einem Glaubenskrieg gegen die USA und Grossbritannien laut geworden.

Demonstranten feierten Osama Bin Laden und Saddam Hussein.
Demonstranten feierten Osama Bin Laden und Saddam Hussein.
In der pakistanischen Provinzhauptstadt Quetta forderten nach unterschiedlichen Schätzungen 60 000 bis hunderttausend Menschen die Ausrufung des Dschihad. Die Demonstranten hielten Plakate mit Porträts von Saddam Hussein und Osama bin Laden hoch.

Viele Teilnehmer erklärten sich bereit, freiwillig in Irak gegen die US-geführte Allianz zu kämpfen. Zu der Kundgebung hatte das radikalislamische Parteienbündnis Muttahida Madshlis-e-Amal aufgerufen.

In mehreren Städten des Jemen forderten tausende Demonstranten die Regierung auf, offiziell zum Dschihad (Heiliger Krieg) aufzurufen. In der Hauptstadt Sanaa verlangten mehrere hundert Kriegsgegner vor der US-Botschaft den Boykott amerikanischer Waren.

In der südlibanesischen Stadt Sidon brachten etwa zehntausend Libanesen und Palästinenser ihre Wut auf den Krieg gegen Irak zum Ausdruck. Sie verbrannten britische und amerikanische Flaggen und übten zudem Kritik an den Regierungen von Ägypten und Jordanien, denen sie Unterstützung der USA vorwarfen.

In Syrien bekundeten Angestellte von Flughäfen, Häfen und Staatsbetrieben mit einem zehnminütigen Streik ihre Solidarität mit Irak. Die südwestafrikanische Republik Namibia erlebte ihre grösste Demonstration seit mehr als zehn Jahren. In der Hauptstadt Windhuk forderten zweitausend Menschen einen Abzug der ausländischen Truppen aus Irak.

Wegen Protesten gegen den Irak-Krieg mussten Reisende nach Griechenland vor allem bei Flügen mit Behinderungen rechnen. Die Gewerkschaft der Staatsangestellten (ADEDY) rief einen 24-stündigen Streik aus. Sie forderte ihre rund 300 000 Mitglieder zu einer Demonstration im Zentrum Athens auf.

Auch in Russland wurde gegen den Irak-Krieg demonstriert. Die Kritik der Demonstranten richtete sich vor allem gegen die Bombenangriffe der US-Armee auf ein Wohnviertel in der irakischen Hauptstadt.

(fest/sda)

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