Demonstranten im Iran hingerichtet
publiziert: Donnerstag, 28. Jan 2010 / 13:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Jan 2010 / 14:04 Uhr

Teheran - Erstmals seit Beginn der Proteste im Iran sind zwei Anhänger der Opposition hingerichtet worden. Die beiden Männer seien als «Feinde Gottes» verurteilt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Isna. Einer davon war erst 19 Jahre alt.

Arasch Rahmani Pur war erst 19 Jahre alt.
Arasch Rahmani Pur war erst 19 Jahre alt.
4 Meldungen im Zusammenhang

Arasch Rahmani Pur und der Enddreissiger Mohammed Resa Ali Samani seien im Oktober verurteilt und nun gehenkt worden, zitierte Isna aus einer Erklärung der Teheraner Staatsanwaltschaft. Zuvor habe ein Berufungsgericht das Todesurteil bestätigt.

Ihnen sei auch Verschwörung zum Sturz der islamischen Führung vorgeworfen worden. Zudem seien sie Mitglieder einer monarchistischen Gruppe und der verbotenen Organisation der Volksmudschahedin gewesen, hiess es.

Neun weitere zum Tode verurteilten «Aufrührer» warteten derzeit auf den Entscheid des Berufungsgerichts. «Wenn sie verurteilt werden, wird das Urteil gemäss dem Gesetz vollstreckt werden», meldete Isna.

Amnesty international setzte sich ein

Bislang hatten die Behörden im Zusammenhang mit den Protesten erst fünf Todesurteile bekannt gegeben. Samani und Rahmadi Pur waren unter den über einhundert Oppositionellen, die im ersten Schauprozess nach Beginn der Anti-Regierungsproteste vor einem Revolutionsgericht gestanden hatten.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty international hatte sich für Samani eingesetzt, der Aktivist der Monarchistengruppe Versammlung des Königreichs Iran gewesen sein soll. Auch Rahmani Pur wurde nach Angaben seiner Verteidigerin Mitgliedschaft in der Gruppe vorgeworfen.

Seit der Wiederwahl Ahmadinedschads geht die Opposition auf die Strasse. Die Unruhen wurden dutzende Menschen getötet und mehr als 4000 Regierungskritiker festgenommen. Iran durchlebt derzeit die schwerste innenpolitische Krise seit Gründung der Islamischen Republik vor 30 Jahren.

(fkl/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Teheran - Nach massivem internationalem Druck scheint die iranische Führung im ... mehr lesen
Mahmud Ahmadinedschad ist bereit, einen Vertrag zum Uran-Austausch mit den Nuklearmächten abzuschliessen.
Sarkozy gehört zu den stärksten Befürwortern von Sanktionen gegen den Iran.
Paris - Der französische Präsident ... mehr lesen
Heidar Moslehi äusserte sich nicht zur Nationalität der Ausländer.
Teheran/Paris - Bei den Unruhen im Iran sind nach Regierungsangaben auch Ausländer festgenommen worden. Geheimdienstminister Heidar Moslehi warf ihnen im staatlichen Fernsehen vor, einen ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die Eröffnung des neuen Gotthard-Basistunnels. Während zwei Monaten wird der ... mehr lesen 1
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 9°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 7°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 5°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 8°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 11°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 14°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 17°C 21°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten