Demonstranten stürmen Parlament in Bischkek
publiziert: Mittwoch, 27. Apr 2005 / 12:11 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Apr 2005 / 12:26 Uhr

Bischkek - Auch nach dem Rücktritt des kirgisischen Staatschefs Askar Akajew dauern die Unruhen in dem zentralasiatischen Land an. Demonstranten stürmten das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Bischkek.

Das Parlament in Bischkek.
Das Parlament in Bischkek.
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Vor dem Gebäude versammelten sich etwa 200 Demonstranten; es kam zu Rangeleien mit der Polizei. Bei den Demonstranten handelte es sich überwiegend um Anhänger von vier Kandidaten der Parlamentswahl, deren Wahlsiege das Oberste Gericht für ungültig erklärt hatte.

Die Anführerin der Demonstranten, Sinet Abdijewa, forderte die Anerkennung des Mandats von Toktusun Madjarow, einem Kandidaten aus der zentral gelegenen Region Toktogul. Sie forderte die Abgeordneten auf, in der Angelegenheit zu handeln.

Proteste vor Gebäude des Sicherheitsdienstes

Auch vor dem Gebäude des nationalen Sicherheitsdienstes in Bischkek gab es Proteste. Etwa hundert Menschen forderten die Freilassung zweier Männer, die in der vergangenen Woche festgenommen wurden und nach Angaben von Behördenvertretern unter dem Verdacht stehen, Verbindungen zu einer islamistischen Gruppe zu haben und im Besitz von Waffen zu sein.

Die Krise in Kirgistan dauert seit der Parlamentswahl vom Februar und März an. Nach Ansicht der Opposition waren die Ergebnisse der Wahl gefälscht, bei der die Anhänger Akajews den Sieg davongetragen hatten.

Am 24. März stürmten Demonstranten den Amtssitz Akajews in Bischkek und zwangen ihn zur Flucht ins Exil nach Russland. Die Opposition übernahm die Regierungsgeschäfte. Übergangspräsident Kurmanbek Bakijew kündigte für den 10. Juli eine freie und faire Präsidentschaftswahl an.

(fest/sda)

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