Forderung nach Reformen bleibt
Demonstranten ziehen sich aus irakischem Parlament zurück
publiziert: Sonntag, 1. Mai 2016 / 12:31 Uhr
Der schiitische Regierungschef Haidar al-Abadi besuchte das Parlament, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
Der schiitische Regierungschef Haidar al-Abadi besuchte das Parlament, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Bagdad - Nach der Erstürmung des irakischen Parlaments durch eine aufgebrachte Menschenmenge haben sich die Demonstranten wieder aus dem Abgeordnetenhaus zurückgezogen. Hunderte Anhänger des Schiitenpredigers Muktada al-Sadr trafen sich am Sonntag auf einem zentralen Platz.

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Dort, in der hoch gesicherten Grünen Zone Bagdads, setzten die Demonstranten ihren Protest für Reformen fort. Armee und Polizei verschärften in der Hauptstadt zugleich die Sicherheitsmassnahmen.

Der schiitische Regierungschef Haidar al-Abadi besuchte das Parlament, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Von seinem Büro über Twitter verbreitete Fotos aus dem Abgeordnetenhaus zeigen Glasscherben und zerstörte Tische im Sitzungssaal.

Tausende Anhänger Al-Sadrs waren am Sonntag bei einer Kundgebung zunächst in die Grüne Zone eingedrungen, in der neben dem Parlament auch Ministerien und Botschaften liegen. Hunderte Demonstranten stürmten später das Parlament. Al-Sadrs Anhänger fordern Reformen und einen schärferen Kampf gegen die im Irak weit verbreitete Korruption.

(asu/sda)

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