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Hoffen bis zum Doppelschlag
Den Weltmeister gefordert, aber nicht bezwungen
publiziert: Dienstag, 8. Mai 2012 / 21:35 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Mai 2012 / 23:06 Uhr
Enttäuschter Mark Streit.
Enttäuschter Mark Streit.

Das Schweizer Nationalteam hat an der WM in Helsinki im dritten Spiel die erste Niederlage kassiert. Gegen Gastgeber und Titelverteidiger Finnland verloren die Schweizer trotz einer ansprechenden Leistung 2:5. Bereits heute (Mittwoch) wartet Olympiasieger Kanada.

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Die Schweiz muss weiter auf den ersten WM-Sieg gegen Finnland seit 1972 warten. Lange Zeit durfte das Team von Trainer Sean Simpson in der mit 12'448 Zuschauern (fast) ausverkauften Hartwall Arena tatsächlich auf einen Erfolg hoffen. Erst ein Doppelschlag von Valtteri Filppula von den Detroit Red Wings (50./52.) zum Schlusstand bedeutete die Entscheidung zu Gunsten des abgeklärten Weltmeisters von 2011. "Finnland zeigte, wieso sie letztes Jahr Weltmeister wurden. Sie haben die Chancen, die wir ihnen zugestanden, kaltblütig ausgenutzt", so Simpson.

Nach einem nervösen Startdrittel zeigten die Schweizer bis zu diesem Doppelschlag eine gute Leistung. Mit viel Tempo versuchten sie, die starke finnische Defensive zu überwinden. Dies führte dazu, dass die Schweizer nach 40 Minuten mehr Torschüsse aufwiesen (20:15) als Finnland. Einer dieser schnellen Gegenstösse führte in der 26. Minute zum 1:1. Andres Ambühl, der beste Schweizer an diesem Abend, zog los und fügte den den Finnen mit einem satten Handgelenkschuss den ersten Gegentreffer an dieser WM zu.

Simpson: "Wir waren nicht schlechter"

Die Skandinavier wankten auch zu Beginn des letzten Abschnitts. Doch Damien Brunner, der bisher noch ohne Torerfolg an dieser WM ist, verpasste nach einem Zuspiel von Kevin Romy (per Fuss) solo vor dem finnischen Keeper Kari Lehtonen das 3:3 (45.). "Am Schluss ging uns dann etwas der Schnauf aus", befand Roman Wick, der vor der zweiten Pause den zweiten Schweizer Treffer erzielte. Der vierte Gegentreffer, den die Schweizer in Unterzahl kassierten, war besonders bitter. Denn die gegen Goran Bezina ausgesprochene Strafe war zu hart. "Das Tor fiel entgegen dem Spielverlauf", sagte Simpson. "Bis dahin waren wir sehr gut und sicher nicht die schlechtere Mannschaft. Wir liefen viel, erzeugten Druck und kamen zu Chancen. Wir sind sicher enttäuscht, aber nicht niedergeschlagen."

Den Schweizern ist in der Tat wenig vorzuwerfen, höchstens, dass sie in einzelnen Situationen zu überhastet agierten. Einer dieser daraus resultierenden Fehler (von Luca Sbisa) führte zum 2:1 für die Finnen nur 21 Sekunden nach Ambühls 1:1. Auf das 1:3 (37.) reagierten dafür die Schweizer rasch. 59 Sekunden nach dem zweiten Treffer von Jarkko Immonen, einer von 15 wieder aufgebotenen Weltmeistern, verwertete Wick im Powerplay einen Abpraller. "Wir gerieten in grosse Schwierigkeiten", verteilte der finnische Trainer Jukka Jalonen Komplimente. "Die Schweizer spielten wie erwartet ein ausgezeichnetes Eishockey."

Monnet für Moser, Josi statt Liniger

Als Ersatz für den verletzten Simon Moser berief Sean Simpson am Morgen des Spieltages Thibaut Monnet ins Team. Monnet nahm in der Aufstellung den Platz von Moser in der nominell zweiten Formation mit Kevin Romy und Damien Brunner ein. Nach der Partie verkündete Simpson zudem, dass er auf das Wochenende die Ankunft von NHL-Verteidiger Roman Josi erwartet. Der spielstarke Berner Verteidiger, der in der Nacht auf Dienstag mit den Nashville Predators aus den Playoffs ausschied, wird voraussichtlich am Samstag gegen Frankreich erstmals spielen. Damit ist auch klar, dass der (noch) in Helsinki anwesende Stürmer Michael Liniger nicht zu seinem WM-Debüt kommt.

Nun gegen den Olympiasieger

Vor dem Duell mit den Franzosen trifft das Team von Sean Simpson heute (Mittwoch) aber erst einmal auf Olympiasieger Kanada. Aus den letzten fünf Duellen an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen holten die Schweizer immerhin 8 von 15 Punkten. Die Serie guter Resultate gegen die Kanadier fortzusetzen, würde den Schweizern im Hinblick auf den weiteren Turnierverlauf mehr als dienen. "Wir müssen unsere läuferischen Qualitäten voll ausspielen", blickte Wick bereits wieder voraus. "Die Kanadier bekunden ihre Mühe mit der grösseren Eisfläche."

Denn die bisherigen Resultate in der Gruppe A lassen darauf schliessen, dass den Schweizern zwölf Punkte (also zwei weitere Siege nach 60 Minuten) nicht für die Viertelfinal-Qualifikation reichen. Vor allem die Slowaken, die auf dem Papier schwächer eingestuft sind als die Schweizer, hinterliessen bisher einen überraschend starken Eindruck.

Finnland - Schweiz 5:2 (1:0, 2:2, 2:0)
Hartwall Arena, Helsinki. - 12'448 Zuschauer. - SR Jerabek/Lewis (Tsch/Ka), Schrader/Schulz (De). - Tore: 7. Immonen (Niskala, Salmela/Ausschluss Rubin) 1:0. 26. (25:44) Ambühl (Sbisa) 1:1. 27. (26:05) Komarov (Järvinen, Joensuu) 2:1. 37. (36:45) Immonen (Pesonen, Granlund) 3:1. 38. (37:44) Wick (Streit/Ausschluss Joensuu) 3:2. 50. Filppula (Jokinen, Hietanen/Ausschluss Bezina) 4:2. 52. Filppula (Väänänen, Jokinen) 5:2. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Joensuu) gegen Finnland, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Finnland: Lehtonen; Hietanen, Mäenpää; Niskala, Salmela; Väänänen, Järvinen; Kukkonen, Jaakola; Jokinen, Mikko Koivu, Filppula; Granlund, Immonen, Pesonen; Joensuu, Kapanen, Komarov; Pyörälä, Kontiola, Pihlström.

Schweiz: Berra; Streit, Sbisa; Du Bois, Bezina; Blindenbacher, Philippe Furrer; Seger, von Gunten; Niederreiter, Ambühl, Wick; Damien Brunner, Romy, Monnet; Rubin, Trachsler, Benjamin Plüss; Hollenstein, Bieber, Rüthemann.

Bemerkungen: Schweiz ohne Simon Moser, Sprunger (beide verletzt), Liniger, Flüeler (beide überzählig) und Stephan (Ersatztorhüter). - Schüsse: Finnland 27 (7-8-12); Schweiz 26 (9-11-6). - Powerplay-Ausbeute: Finnland 2/5; Schweiz 1/4.

Resultate:
Weissrussland - Kasachstan 3:2 (0:1, 3:1, 0:0). Finnland - Schweiz 5:2 (1:0, 2:2, 2:0).

Rangliste:
1. Finnland 9. 2. Kanada 7. 3. Schweiz 6. 4. USA 5. 5. Slowakei 3. 6. Weissrussland 3. 7. Frankreich 3. 8. Kasachstan 0.

 

(fest/Si)

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