Denis Oswald mit starkem Auftritt vor dem IOC
publiziert: Donnerstag, 4. Jul 2013 / 20:21 Uhr
Denis Oswald kandidiert für das IOC Präsidium.
Denis Oswald kandidiert für das IOC Präsidium.

Nach übereinstimmender Einschätzung hat der Schweizer Anwalt Denis Oswald mit einer starken Vorstellung vor 88 anwesenden IOC-Mitgliedern (insgesamt 104) geglänzt. Die sechs Präsidentschafts-Kandidaten hatten in Lausanne jeweils 15 Minuten Redezeit.

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Zum Abschluss der ausserordentlichen Session des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne präsentierten sich die Bewerber um die Nachfolge von IOC-Präsident Jacques Rogge (Be) hinter verschlossenen Türen. Die Wahl erfolgt am 10. September in Buenos Aires. Zuvor waren die Olympischen Jugendspiele 2018 nach Buenos Aires vergeben worden.

"Denis hat es hervorragend gemacht", sagte IOC-Mitglied Gian-Franco Kasper, der Präsident des Internationalen Ski-Verbandes FIS. Der Neuenburger habe sein an die fünf olympischen Ringe angelehntes Programm mit den entsprechenden Konsequenzen überzeugend vorgetragen. "Alle sechs Kandidaten boten gute Vorstellungen. Viel Überraschendes gab es allerdings nicht. Aber mit verrückten Ideen könnten sich die Bewerber in dieser Phase selbst aus dem Rennen nehmen", so Kasper weiter.

 Auch Oswald selbst war nach seinem Auftritt zufrieden. "Ich denke, dass ich meine Ideen gut herübergebracht habe", sagte er. "Und das Echo von vielen Kollegen ist ausgezeichnet." Der Schweizer trat als zweitletzter Bewerber an, musste bis zu seinem Referat vor der Türe warten und konnte deshalb nur die Rede von Stabsprung-Champion Sergej Bubka (Ukr) anhören. Wie überzeugend war Bubka? Oswald: "Ich hoffe, dass ich besser war."

Zu den Favoriten gehört der Schweizer nicht. Die bestehen aus dem Trio Thomas Bach (De), Richard Carrion (Puerto Rico) und Ser Miang Ng (Singapur). Doch Oswald bekräftigte erneut: "Wenn ich keine Chancen hätte, würde ich nicht kandidieren. Alle sechs Bewerber sind fähig, das IOC zu dirigieren. Es wird spannend."

Zufrieden mit ihren Vorstellungen zeigten sich auch Bach und der IOC-Finanzchef Carrion. "Ich bin sehr glücklich, aber in diesem Wettkampf zählt nur die Goldmedaille", sagte IOC-Vizepräsident Bach, der das Motto 'Einheit in Vielfalt' gewählt hatte.

Buenos Aires nach Singapur und Nanjing

Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, wo im September die nächste IOC-Session stattfindet, setzte sich im Rennen um die 3. Olympischen Jugend-Sommerspiele 2018 gegen den kolumbianischen Bewerber Medellin und den schottischen Vertreter Glasgow durch. Der Schweizer Ruderer Augustin Maillefer (21) aus Renens bei Lausanne, der 2010 bei den ersten Jugendspielen in Singapur im Skiff Bronze gewonnen hatte, überbrachte IOC-Präsident Jacques Rogge das Couvert mit dem Namen der Siegerstadt.

Buenos Aires operiert mit einem Budget von 231 Millionen Dollar und mit 26 Stadien. Die Olympischen Jugendspiele sind ein Projekt des abtretenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge. Nanjing (China) führt 2014 die zweite Ausgabe durch. Für die 3. Jugend-Winterspiele haben in der Schweiz die Regionen Luzern/Zentralschweiz und Lausanne (mit Jura und Waadtländer Alpen) ihr Interesse angemeldet.

Spaniens Ministerpräsident: Aufschwung kommt

Von den drei Konkurrenten um die Durchführung der Olympischen Sommerspiele 2020 stach auch am Donnerstag Madrid durch besonderen Eifer heraus. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy machte sich für die Madrider Kandidatur im Dreikampf gegen Istanbul und Tokio mit markigen Worten stark. Er sprach von einem zu erwartenden sichtbaren Aufschwung der spanischen Wirtschaft. "Ich sehe keine wirtschaftlichen Probleme für die Madrider Bewerbung", sagte Rajoy gestern in Lausanne. Nach jahrelanger Rezession werde die Wirtschaft schon im nächsten Jahr spürbar wachsen. "Alle politischen Parteien, alle Handelsorganisationen und 81 Prozent der Bevölkerung unterstützen die Spiele in Madrid." Nach zwei vergeblichen Anläufen, Olympia zu beherbergen, wird Rajoy die spanische Delegation beim Entscheid am 7. September in Buenos Aires mit anführen.

Gelten die wirtschaftlichen Probleme als Achillesferse Madrids, so bilden die gewalttätigen Demonstrationen den Schwachpunkt von Istanbul. Und in Tokio überwiegt das Desinteresse der Bevölkerung. Trotzdem scheinen alle drei Städte in der Lage zu sein, qualitativ gute Spiele organisieren zu können. Madrid richtet dabei mit der kleinsten Kelle an. Von den 35 geplanten Sportstätten existieren bereits 28. Zudem beläuft sich das Gesamtbudget auf lediglich 1,9 Milliarden Dollar. Tokio kalkuliert mit 4,9 Milliarden, Istanbul hat sogar 19,2 Milliarden Dollar budgetiert.

(bert/Si)

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