Hilfreiche Zuwanderung
Der AHV geht es gut
publiziert: Mittwoch, 4. Mai 2011 / 12:34 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Mai 2011 / 14:40 Uhr
Gute Aussichten.
Gute Aussichten.

Bern - Der Bundesrat geht davon aus, dass die Finanzierung der AHV länger gesichert ist als bisher angenommen. Dies wegen der starken Zuwanderung und der hohen Löhne. Die bisherigen Annahmen waren zu pessimistisch.

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Um die Finanzierung der AHV langfristig zu sichern, seien nach wie vor Reformen nötig, sagte Sozialminister Didier Burkhalter am Mittwoch vor den Medien in Bern. Die Reformen könnten aber später erfolgen als bislang angenommen.

Stark korrigiert hat der Bund die Annahmen bezüglich der Zuwanderung. Bislang ging er davon aus, dass bis im Jahr 2030 pro Jahr durchschnittlich 15'000 Personen zuwandern würden. Im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2009 waren es aber 52'000 Personen. Neu rechnet der Bund nun damit, dass sich die Zuwanderung bis ins Jahr 2030 bei jährlich 40'000 Personen einpendeln wird.

Dämpfender Effekt der Zuwanderung

Eine starke Zuwanderung mildert das Problem, dass die Zahl der Rentnerinnen und Rentern stärker steigt als jene der Aktiven. Ohne Zuwanderung wäre die AHV bereits seit 1992 in den Roten Zahlen, sagte Yves Rossier, der Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV).

Unterschätzt hat der Bund aber nicht nur die Zuwanderung, sondern auch die Lohnentwicklung. Neu berücksichtigt er stärker, dass nicht nur die Löhne steigen, sondern dass der Strukturwandel in der Wirtschaft auch zu produktiveren und besser bezahlten Stellen führt, was die Einnahmen der AHV verbessert. Der Bund hat in seinen Berechnungen den sogenannten Strukturfaktor erhöht. Berücksichtigt wird ferner der Anstieg der Erwerbsquote.

Kritische Grenze 2025 erreicht

Auf Basis der neuen Annahmen geht der Bund davon aus, dass der AHV-Ausgleichsfonds ab etwa 2020 zu schmelzen beginnt und etwa 2025 unter die kritische Grenze von 50 Prozent einer Jahresausgabe fällt. Die Finanzierungslücke werde dann etwa 4,5 Milliarden Franken betragen, sagte Burkhalter.

Bei der letzten Prognose war der Bund davon ausgegangen, dass die kritische Grenze bereits zu Beginn der 2020er Jahre erreicht sein dürfte. Heute glaubt er, dass es bei günstigen Rahmenbedingungen auch bis 2030 dauern könnte.

Annäherung an Gewerkschaften

Burkhalter und Rossier räumten ein, dass sich die Annahmen des Bundes damit jenen der Gewerkschaften stark annähern, welche die Szenarien des Bundes schon länger als zu pessimistisch kritisieren. Auf die Notwendigkeit, den Strukturfaktor anzupassen, habe der Gewerkschaftsbund (SGB) die Bundesbehörden aufmerksam gemacht, sagte Rossier.

(bert/sda)

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Unglaublicher
Ja dieser Artikel gibt mir auch zu denken.
Tatsache ist, im Heute wirkt sich die Einwanderung tatsächlich positiv aus auf die AHV.

Nur ist Heute eben Morgen vorbei und was in 10 Jahren ist, davon wird hier nichts gesagt, weil man eigentlich genau weiss, dass wir aufgrund der uneingeschränkten Zuwanderung auf eine hausgemachte soziale Katastrophe zugehen.
Alles im Namen des nächsten Quartalabschluss der Unternehmen und den (geschönten) Arbeitslosenquote.
Wirtschaft, Wirtschaft über alles, auf das Du ungehindert und schnell wachsest, damit die Oberschicht auch weiterhin kräftig absahnen kann solange es geht.
Auf das die Hochfinanz laufend weiterhin Allheilmittel erfinden kann um alte Sünden zu verdecken und neue Mittel weiterhin Milliardenboni bringen. Neues Produkt CocoBonds. Und tönt auch noch so schmackhaft. Gepriesen seien die neuen Finanzierungsmodelle.
Unglaublich
Offenbar verharrt man immer noch im Denkmuster Einwanderung löse alle Probleme und bemerkt dabei nicht mal dass die Probleme die man in der CH hat nur auf die Einwanderung zurück zu führen sind. Einige sind wahre Profis wenn es darum geht beide Augen fest zu schliessen und mit Worthülsen blumig zu argumentieren. Leider bringt das die vorhandenen Probleme auch nicht weg, im Gegenteil.
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