In der Schweiz gibt es nur noch ganz wenig zuchtfähige Rüden und Hündinnen
Der Appenzeller Sennenhund ist eine vom Aussterben bedrohte Rasse
publiziert: Mittwoch, 2. Aug 2000 / 11:41 Uhr

Herisau - Er gilt als giftiger Kläffer und Schnapper. Aber der reinrassige Appenzeller Sennenhund ist klug, flink, robust und treu. Yvonne Steiners Buch «Der Appenzeller Sennenhund», erschienen im Appenzeller Verlag, ist eine Hommage an den schönen Hund.

Sein Image ist schlecht: Er kläfft Wanderern hinterher, schnappt manchmal sogar nach ihren Fesseln, wie er es bei den Kühen tun muss- und er kommt immer von hinten, wie er es sich seit Jahrhunderten vom Kühetreiben her gewohnt ist.
Der Hund mit der weissen Gesichtsmitte, der Blässe, der «Bläss», ist im Appenzellerland zwar allgegenwärtig. Doch der reinrassige Appenzeller Sennenhund ist vom Aussterben bedroht. In der Schweiz gibt es nur noch ganz wenige zuchtfähige Rüden und Hündinnen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde mit der Rassenzucht des Appenzeller Sennenhunds begonnen. Aber die Basis reinrassiger Tiere blieb schmal. Yvonne Steiner legt die Gründe dar, weshalb diese Rasse nicht aussterben soll - und sie will das Image des flinken mutigen Hunds mit der hellen Stimme verbessern.
Zeugnisse über den Urappenzellerhund gibt es keine, aber Funde von Haushunden belegen, dass die Tiere den Menschen seit rund 5000 Jahren begleiten. Die ursprünglichen Sennenhunde waren vermutlich braun und rot; es gibt heute noch - sehr selten zwar - reinrassige Appenzeller Sennenhunde mit havannabraunem statt schwarzem Haar.
Yvonne Steiner beschreibt den mühsamen Weg der Reinzucht, aus der schliesslich der heutige Standard mit der charakteristischen lustigen Ringelrute als Markenzeichen entstand. Zu Beginn des Jahrhunderts galt die Posthörnchenrute noch als Fehler.
Entstanden ist schliesslich ein dreifarbiger, mittelgrosser, fast quadratisch gebauter muskulöser Hund mit pfiffigem Gesichtsausdruck, wie es der Standard verlangt. Er ist lebhaft, selbstsicher und furchtlos, misstrauisch Fremden gegenüber, unbestechlich und lernfreudig.
Diese Eigenschaften und seine Gewandtheit machen den Appenzeller mit seinem quecksilbrigen Temperament zu einem ausgezeichneten Familienhund: Besitzerinnen und Besitzer berichten in einem Kapitel von Erlebnissen mit ihren Appenzeller Vierbeinern.
Zahlreiche Bilder, die noch mehr über die Persönlichkeit des Appenzeller Sennnenhunds aussagen als Worte, machen das Buch auch zum vergnüglichen Hunde-Bilderbuch. Dazu kommen Tipps zur Haltung, vom ersten Kontakt mit dem Züchter über Ernährung, Erziehung, Körper- und Gesundheitspflege bis zur Zucht.
Heute wird der Appenzeller Sennenhund nur noch ganz selten wirklich als Treibhund verwendet. Das ist auch der Grund für die Gefährung der Rasse. Die Stiftung pro Specie Rara bemüht sich um Blutauffrischung. Denn der Appenzeller Sennenhund ist nicht nur ein Treib- und Hütehund, Haus- und Hofhund und prima Wächter, sondern auch Familienhund, idealer Partner beim Hundesport, Therapiehund in Alters- und Pflegeheimen und Blindenführhund. Seinem Bewegungsdrang kommt der Agility-Sport hervorragend entgegen.

(sda)

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