Der Computervirus wird zwanzig Jahre alt
publiziert: Donnerstag, 13. Nov 2003 / 08:40 Uhr

Eine der grössten Plagen in der Computerwelt hat in dieser Woche Geburtstag. Vor zwanzig Jahren erblickte der erste Computervirus offiziell das Licht der Öffentlichkeit.

Computerviren haben schon so manchen User verzweifeln lassen.
Computerviren haben schon so manchen User verzweifeln lassen.
Der Student Fred Cohen präsentierte an der University Southern California nach einer Woche Entwicklungsarbeit am 10. November 1983 das Ergebnis seines Experiments: den ersten Virus auf einem Unix-System. Seinen Namen bekam das kleine Programm, da es ähnlich wie das biologische Virus seine Umgebung verändert und sich weiter vermehren kann.

Heute sind mehr als 60 000 Viren weltweit bekannt. Jeden Monat kommen rund 400 neue Computer-Parasiten hinzu, die von Hackern und Saboteuren kreiert werden. Zu einer "modernen" und besonders heimtückischen Form des Computerschädlings ist inzwischen der Computer-Wurm geworden. Der Wurm Code Red etwa hatte im Sommer 2001 Hunderttausende Internet-Rechner weltweit infiziert.

Während Viren für ihre zerstörerische Arbeit immer auf einen "Wirt" oder eine aktive Handlung des Computer-Nutzers angewiesen sind, können Würmer selbstständig agieren. Der Wurm Blaster, auch Lovsan genannt, hatte sich in diesem Jahr zum Beispiel über eine Schwachstelle in Windows-Rechnern weltweit in Hunderttausende Rechner eingenistet und sich von dort aus selbstständig über das Internet weiter verbreitet.

Um sich gegen die Würmer zu schützen, empfiehlt es sich, den eigenen Rechner sowohl durch Anti-Viren-Software als auch durch von Microsoft bereit gestellte Sicherheits-Updates zu schützen. Erst heute Morgen haben wir über vier neue Patches berichtet, deren Installation von Microsoft empfohlen wird.

(Hayo Lücke/teltarif.ch)

 
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