Der Fall Madoff: Chef der Finanzaufsicht gibt Fehler zu
publiziert: Mittwoch, 17. Dez 2008 / 10:10 Uhr

New York - Bei der Aufarbeitung des Milliarden-Betrugs des US-Investors Bernard Madoff hat der Chef der US-Finanzaufsicht SEC, Christopher Cox, Fehler der Behörde zugegeben.

Hat Bernard Madoff allein gehandelt?
Hat Bernard Madoff allein gehandelt?
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Mindestens seit 1999 sei mehreren konkreten Vorwürfen gegen Madoff, der ein gigantisches «Schneeball-System» von bis zu 50 Milliarden Dollar betrieben haben soll, nicht nachgegangen worden, räumte Cox in einer Erklärung am Dienstag ein.

Er sei «tief besorgt» darüber. Nun sollen unter anderem alle Kontakte von SEC-Mitarbeitern zu Madoff und seiner Familie geprüft werden.

Auf eigene Faust

Madoff, über Jahrzehnte ein angesehener Wall-Street-Manager und Aktienbroker, soll den Milliarden-Betrug über den Investment-Arm seiner Firma betrieben haben. Er selbst behauptete, allein agiert zu haben.

Die Investment-Abteilung soll abgeschottet vom Rest der Firma gearbeitet haben, die sich vor allem auf den Aktienhandel konzentrierte. Cox sagte, nach bisherigen Erkenntnissen habe Madoff Investoren und Aufseher mit doppelter Buchführung und gefälschten Papieren getäuscht.

Der 70-jährige Madoff selbst soll das Volumen des Schneeball-Systems auf 50 Mrd. Dollar beziffert haben. Das wäre der mit Abstand grösste Betrugsfall der Geschichte. Die Behörden arbeiten noch daran, das Ausmass des Schadens festzustellen.

Noch Anfang Dezember aktiv

Beim Schneeball-Prinzip werden die versprochenen hohen Zinsen mit dem Geld immer neuer Investoren bezahlt. Dem «Wall Street Journal» zufolge versuchte Madoff noch Anfang Dezember, neue Kunden zu finden. Madoffs Betrugssystem soll aus den Fugen geraten sein, als einer der Investoren seine sieben Milliarden Dollar zurückhaben wollte. Um wen es sich dabei handelt, wurde bisher nicht bekannt.

(tri/sda)

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