Der Gaza-Streifen steht vor einer humanitären Katastrophe
publiziert: Samstag, 4. Jan 2003 / 12:12 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Jan 2003 / 18:34 Uhr

Jerusalem – Die humanitäre Organisation CARE International zeigte in einem am vergangenen Donnerstag publizierten Bericht, dass im Gaza-Streifen und im Westjordanland die humanitären Bedingungen auf ein Minimum gesunken sind.

Palästinensisches Kind im Shifa Hospital in Gaza.
Palästinensisches Kind im Shifa Hospital in Gaza.
Eine 67-seitige Studie von CARE International kommt zum Schluss, dass ein Grossteil der Bevölkerung im Gaza-Streifen und im Westjordanland unter- oder schlecht ernährt ist. Die Studie bezieht sich dabei auf die sogenannten GAM Werte, Global Acute Malnutrition, welche für Kinder im Alter von 6-59 Monaten bei 2,3% in normal ernährten Gesellschaften liegt. Mit 17.5% leiden damit im Gaza-Streifen beinahe achtmal so viele Kinder unter Hungersnot. Für die Studie wurden 1 004 Haushalte im Gaza Streifen und im Westjordland ausgewählt und Daten erhoben.

CARE International zeigt auf, dass die Unternährung durch Ausgangssperren, Strassensperren und grössere Militäraktionen noch verstärkt wird. Der Vergleich mit dem Westjordanland unterstreicht dies. Im Westjordanland sind „nur“ 7.9% der Kinder unternährt. Hier finden auch erheblich wenige Ausgangssperren statt als etwa im Gaza-Streifen. Auch gibt es im Gaza-Streifen nur wenige Spitäler, um eine medizinische Grundversorgung vorauszusetzen. Kinder werden dort nur bis 12 Monate nach der Geburt regelmässig untersucht. Für ältere Kinder kann so kein konstanter medizinischer Check-up garantiert werden.

Die Studie endet mit einer Reihe von Empfehlungen an israelische Behörden, Spendengeber und humanitäre Organisationen. Dabei wird davor gewarnt, gross angelegte Nahrungsspenden zu organisieren. Dies würde den existierenden Markt nur unterminieren und zu einer Preis-Deflation führen. Vielmehr sollten in bestimmte Gemeinden ausgerichtete Hilfsprogramme und kleine Nahrungsmittelspenden organisiert werden.

Die Studie kann als PDF-File-Download unter www.carewbg.org und www.care.org eingesehen werden.

(Barnaby Skinner/news.ch)

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