Der Gegner: Auf der Suche nach der defensiven Lösung
publiziert: Mittwoch, 11. Feb 2009 / 12:33 Uhr

Nach einem desaströsen Herbst und dem 1:6 im Test gegen Serbien ist Bulgariens Nationalteam unter dem neuen Coach Stanimir Stoilov auf der Suche nach einer neuen Identität. Der Trainer holte vier Spieler in die Auswahl zurück und strebt vor allem defensive Stabilität an.

Alle Augen richten sich auf Manchesters Dimitar Berbatov.
Alle Augen richten sich auf Manchesters Dimitar Berbatov.
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Luzerns Assistenzcoach Petar Aleksandrov kennt die Auswahl Bulgariens aus dem Effeff. Er war Assistent unter Stoilovs Vorgänger Plamen Markov und wurde danach auch als Kandidat für den Trainerjob gehandelt.

«Die Schweiz wird sich auf eine Reihe guter Einzelspieler einstellen müssen», urteilte Aleksandrov. In erster Linie fällt einem dazu natürlich Dimitar Berbatov ein, der Stürmerstar von Manchester United, der gegen die Schweiz in einem 4-5-1-System wohl als einziger Angreifer zur Startformation gehört.

Doch womöglich sind hinter die kommenden Leistungen Berbatovs im Nationalteam ein Fragezeichen zu setzen. «Als Stoilov im Mai 2007 Interimstrainer von Bulgarien war, schloss er Berbatov vom Training aus. Es könnte Spannungen zwischen den beiden geben. Das wird interessant beobachten sein, wie sich der Star nun verhält.»

Petrov fehlt

Der zweite grosse Star der Bulgaren fehlt in Genf. Martin Petrov von Manchester City, der seine internationale Karriere einst bei Servette startete, fällt mit einer Knieverletzung seit Ende Oktober aus. «Er war für das Offensivspiel enorm wichtig. Jetzt sind im Mittelfeld Stilian Petrov (Aston Villa - Red.) und Blagoi Georgiev (Terek Grosny) gefordert», so Aleksandrov.

Während Berbatov, Stilian Petrov und Georgiev unbestrittene Grössen sind, erwartet Aleksandrov, dass Nationalcoach Stoilov im Team sonst einiges ändern wird. «Er hat vier Spieler aufgeboten, die zum Teil mehrere Jahre nicht mehr in der Nationalmannschaft waren.»

Bulgarien mit Rücken zur Wand

Es wird vermutet, dass die Rückkehrer Elin Topuzakov (Hapoel Tel Aviv) und Ilian Stojanov (Hiroshima/Jap) die Innenverteidigung bilden werden. Sie sollen der im letzten Jahr teilweise desolaten Abwehr zu neuer Stabilität verhelfen.

«Stoilov sucht nach der idealen Lösung für die Defensive», so Aleksandrov. Doch viel Zeit bleibt dem Coach nicht. Die Partie gegen die Schweiz ist der einzige Test vor dem wegweisenden WM-Qualifikationsspiel am 28. März in Irland.

Und in Dublin darf sich Bulgarien nach den drei Unentschieden im vergangenen Herbst keinen Ausrutscher erlauben, sonst ist der WM-Zug ohne die Osteuropäer abgefahren. Es wäre das dritte Mal in Folge, dass der WM-Halbfinalist von 1994 eine Endrunde verpassen würde.

(Stefan Wyss, Genf/Si)

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