Der Irak fordert .iq zurück
publiziert: Donnerstag, 10. Jun 2004 / 14:23 Uhr

Der Irak will nach dem Ende der Hussein-Diktatur nun seine Top-Level-Domain .iq zurück haben. Medienberichten zufolge soll bei der ICANN bereits eine Aufforderung der irakischen Kommunikations- und Medienkommission eingangen sein.

Auch ein Indikator für Unabhängigkeit: Die eigene Top-Level-Domain.
Auch ein Indikator für Unabhängigkeit: Die eigene Top-Level-Domain.
Derzeit liegt die Hoheit über die Domain-Endung bei der texanischen Firma Richardson. Sie bekam 1997 von der Icann die Länderkennung zugesprochen. Als Geschäftsführer fungiert hier der Ende 2002 festgenommene Bayan Elashi. Zusannem mit seinen drei Brüdern soll Elashi unter anderem gegen die Handelssanktionen gegen Syrien und Lybien verstossen haben, Geld gewaschen und die radikale Palästinenser-Organisation "Hamas" unterstützt haben.

Der Vorsitzende der irakischen Kommission sagte in einem Interview, es wäre ein symbolischer Meilenstein für die irakische Nation, wenn der Staat wieder über seine Domain-Endung verfügen könne. Der Zeitung USA Today zufolge will die Kommission zusammen mit den US-Besatzungsbehörden dafür sorgen, dass dieses möglich wird. Seitens der texanischen Firma Richardson wurde das Länderkürzel .iq niemals aktiv genutzt, heisst es weiter.

(Thorsten Neuhetzki/teltarif.ch)

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