Der Iran hat Uran aus China benutzt
publiziert: Samstag, 20. Mai 2006 / 08:18 Uhr

Teheran - Der Iran hat nach Angaben eines Diplomaten des Landes angereichertes Uran aus China in seinem Atomprogramm eingesetzt.

Das Uran werde nun im Werk Natanz genutzt.
Das Uran werde nun im Werk Natanz genutzt.
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Inzwischen werde aber im eigenen Land angereichertes Uran benutzt, sagte der Diplomat am in Teheran.

Der Iran hatte im vergangenen Monat erklärt, das Land habe erstmals Uran auf ein Niveau angereichert, mit dem es in Kraftwerken genutzt werden kann. Dabei waren die eigenen Wissenschafter für den Durchbruch gelobt worden.

Diplomaten am Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien hatten allerdings in dieser Woche erklärt, das angereicherte Uran vom Typ UF6 stamme mit grosser Wahrscheinlichkeit aus China und nicht aus dem Iran.

China-Uran weiterverkauft

Dies bestätigte nun der iranische Diplomat. Erste Tests seien mit UF6 gemacht, das in China gekauft wurde.

Aber eine Woche danach habe der Iran mit dem Einsatz von UF6 aus der Produktion im eigenen Werk in Isfahan begonnen.

Das UF6, das jetzt im Werk Natanz genutzt werde, sei aus iranischer Produktion. Das angereicherte Uran aus China sei gekauft worden, kurz bevor China 1992 dem Atomwaffen-Sperrvertrag beigetreten sei.

Schnelle Erfolge nötig

Nach Einschätzung von westlichen Diplomaten hatte der Iran Probleme bei der Produktion von hochwertigem Uran-Hexafluorid (UF6).

Ein EU- Diplomat bei der IAEA sagte, der Iran habe sich offensichtlich zum Einsatz des höherwertigen Urans aus China entschlossen, damit ihr Präsident Mahmud Ahmadinedschad der Welt ohne Verzögerung einen Erfolg bei den Atom-Bemühungen seines Landes habe präsentieren können.

Die USA und westliche Verbündete werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Der Iran hat indes wiederholt gesagt, sein Atomprogramm diene der Stromproduktion für das Land.

(rr/sda)

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